Zwergameisenbär und Südlicher Tamandua sind Ameisenfresser

Zwergameisenbär

Zwergameisenbär

Der Gemeine Zwergameisenbär (Cyclopes didactylus) ist ein Tierchen von der Größe des Eichhörnchens. Der Ameisenfresser ist ungefähr 40 cm lang, wovon der Wickelschwanz 18 cm einnimmt. An den Vorderfüßen sitzen vier und an den hinteren Füßen fünf Zehen. Der seidenweiche Pelz ist oben fuchsrot und unten grau. Obgleich auch der Zwergameisenbär noch ziemlich plump gebaut ist, darf man ihn durch die Schönheit seines Felles besonders als ein ausgezeichnetes Geschöpf ansehen. Sein Verbreitungsgebiet ersteckt sich weit südlich, nur etwa bis zum 10. südlichen Breitengrad. Dichte Wälder bilden seinen Aufenthaltsort, wie seine übrigen Verwandten lebt er in Einsamkeit.

Als ausgesprochenes nachtaktives Tier verschläft er im Gezweig der Bäume. Seine Bewegungen sind unbeholfen, doch klettert er geschickt, wenn auch vorsichtig und immer mit Hilfe des Schwanzes. Seine Nahrung sind überwiegend Ameisen, Termiten, auch gelegentlich Käfer und Insekten. Die Paarungszeit der Zwergameisenbären erstreckt sich in der Regel über die Regenzeit. Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von 120 bis 150 Tagen ein Junges zur Welt.

Südlicher Tamandua ein Ameisenfresser, der auch ein Baumtier ist

Südlicher Tamandua

Südlicher Tamandua – Foto: Bernard Dupont – CC BY-SA 2.0

Der Südliche Tamandua (Tamandua tetradactyla) ähnelt seinen großen Verwandten am meisten. Er hat an den Vorderfüßen fünf, an den Hinterfüßen vier Zehen dem Baumleben anpassend und einen Greifschwanz. Die Länge des Tieres beträgt etwa einen Meter, wovon ungefähr 40 cm auf den Schwanz kommen. Der Kopf läuft in eine nicht sehr lange Schnauze aus. Der Hals ist groß, der Rumpf breit, die Ohren sind eiförmig und vom Kopf abstehend.

Die Füße ähneln denen des Ameisenbären. Gerade, steife und sich rauh anfühlende, glänzende Borstenhaare überdecken die Wollhaare. Die Färbung ist weißlich-gelb und nur an wenigen Stellen schwarz unterbrochen. Ein schwarzer Streifen bedeckt seitlich den Rumpf. Der Südliche Tamandua lebt in einsamen bewaldeten Gegenden. Er hält sich dort nicht nur auf dem Boden auf, sondern besteigt ebenso geschickt die Bäume, wobei er immer sorgfältig mit dem Schwanz sichert. An den Baumstämmen sucht er dann nach Ameisen.

  1. Foto: Quinten Questel  – CC BY-SA 3.0