Würfelnatter besiedelt Gewässer mit hohen Fischbeständen

Die Würfelnatter jagt aktiv unter Wasser Fische oder lauert sie auf. Größere Fische werden an Land gebracht und im Bereich der Wasserlinie gefressen.

Die Würfelnatter jagt aktiv unter Wasser Fische oder lauert sie auf. Größere Fische werden an Land gebracht und im Bereich der Wasserlinie gefressen. Die Schlange hat eine leckere Bachforelle gefangen.

In Deutschland kommt die ungiftige Würfelnatter (Natrix tessellata) seltener vor als die Ringelnatter, die beide ans Wasser mit naturnaher Vegetation gebunden sind. Die Schlange benötigt als Nahrungshabiate Auenwäldern, buchtenreiche Uferzonen in Flüssen, Seen und Küstengewässern, wo offene Spülsäume, Kies- und Schotterbänke vorhanden sind.

Steckbrief Würfelnatter

Zwei ausgewachsene ungiftigen Würfelnattern, die für Menschen harmlos sind. Die Schlangen brauchen die Bindung ans Wasser.

Zwei ausgewachsene ungiftige Würfelnattern, die für Menschen harmlos sind. Die Schlangen brauchen unbedingt die Bindung ans Wasser.

Systematik
– Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
– Überfamilie: Nattern- und Vipernartige (Colubroidea)
– Familie: Nattern (Colubridae)
– Unterfamilie: Wassernattern (Natricinae)
– Gattung: Europäische Wassernattern (Natrix)
– Art: Würfelnatter
– Wissenschaftlicher Name: Natrix tessellata

Bei Gefahr flüchten Würfelnattern stets ins Wasser.

Bei Gefahr flüchten Würfelnattern stets ins Wasser.

– Größe: Gesamtlänge Weibchen ca. 100 cm, Männchen ca. 80 cm
– die Rückenfärbung liegt zwischen grau, braun und oliv Tönen, die Unterseite ist weiß bis gelb gefärbt
– der Kopf der Würfelnatter ist deutlich vom schlangen Körper abgesetzt
– von März bis April verlassen die Schlangen die Winterquartiere
– Verbreitung: In Teilen Mittel-, Süd- und Südosteuropas sowie West- und Mittelasiens
– in Deutschland ist die Würfelnatter vom Aussterben bedroht, sie wurde im Jahr 2009 zum Reptil des Jahres ernannt
– Nahrung: Die tagaktive Schlange, die gut schwimmen und tauchen kann frisst überwiegend Fische, auch Frösche und andere Amphibien
Fortpflanzung Würfelnatter

Ein Knäuel Würfelnatter bei der Paarung. Die Eiablage findet ca. Anfang Juli statt.

Ein Knäuel Würfelnatter bei der Paarung. Die Eiablage findet ca. Anfang Juli statt.

– nach der ersten Frühjahrshäutung findet in der Regel die Paarung im Mai und Juni statt, es können sich mehrere Schlangen zu einem Knäuel bilden
– die Eiablage erfolgt ca. ab Anfang Juli z.B. in Stellen mit lockeren Bodensubstrat aus Sand, auch in Misthaufen z.B. von Pferden
– die Anzahl der abgelegten Eier variiert zwischen 5 bis 25 (ovale Länge 30 bis 40 mm, Breite 19 bis 24 mm)
– die Brutdauer der Eier beträgt zwischen 34 bis 50 Tagen, die geschlüpften Schlangen haben eine Länge zwischen 14 bis 24 cm

Foto1 cc - Würfelnatter und Bachforelle - von vboeckli
 Foto2 cc - Predator - von eLKayPics / Out
 Foto3 cc - Front view of the head w/ mouth held open, of a young water snake, Family: Colubridae, Natrix spp - von AFPMB
 Foto4 cc - Würfelnatter - von Achim May

2 Gedanken zu „Würfelnatter besiedelt Gewässer mit hohen Fischbeständen

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