Wölfe verbreiten sich in Deutschland

Wölfe

Wölfe – Foto von Thomas Bonometti

Wölfe in Deutschland sind zurückgekehrt

Der vorerst letzte Wolf wurde im Jahr 1904 in der Lausitz erschossen. Es dauerte 92 Jahre bis seine Nachkommen in der selben Region wieder auftauchten. Ein einzelner Wolf tauchte 1996 in der Muskauer Heide auf, nahe der

Grenze zu Polen. Im Jahr 2000 wurde schon ein sechsköpfiges Rudel entdeckt. Im vergangenen Jahr wurden schon 13 Wolfsterritorien mit jeweils einem Rudel gezählt, bestehend aus dem Elternpaar und zwei bis zehn Jungwölfen (www.wolfsregion.lausitz.de). Die aus Polen eingewanderten Wölfe haben sich vor allem in Deutschlands Osten angesiedelt. Von dort verbreiten sich die Wölfe in Richtung Norden und Westen immer weiter.

Wölfe in Deutschland waren früher eine Schreckgestalt

In der menschlichen Vorstellungskraft war der Wolf ein übler, blutdürstiges und heimtükisches Ungeheuer. Der Aberglaube, Volksüberlieferungen, Legenden und Unwissenheit sind dafür verantwortlich für den schlechten Ruf dieser Tierart. Allein die Angst und der Abscheu vor den Wölfen und nicht ihre gelegentlich seltenen Überfälle auf Haustiere waren der Grund der Ausrottung. Der Wolf lebte einst fast überall in Eurasien, von Indien bis zu den Schneefeldern der Arktis.

Wo kleine Wolfsbestände überlebt haben

Kleine Wolfbestände haben auf der Iberischen Halbinsel, in Italien, Bulgarien, Polen und im europäischen Teil der Sowjetuniun überlebt. Noch recht zahlreich kommen Wölfe im Ural vor, in den Bergen des Balkans und insbesondere im Kaukasus. Im Winter wagen sich die hungrigen Tiere sogar in die Vororte der Städte. Das Rotwild, Rehe, Wildschweine und andere natürliche Beutetiere sind im Kaukasus und den Karpaten reichlich vorhanden. Doch manchmal fallen Wolfsrudel auch hin und wieder über Haustierherden her. Der Wolf des östlichen Mitteleuropas und des Balkans hat sich vorwiegend im Laubwald in den Gebirgsregionen zurückgezogen.

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