Wildkaninchen verfemt und verfolgt

Wildkaninchen in der Mittagssonne vor ihren Bauen.

Wildkaninchen in der Mittagssonne vor ihren Bauen.

Wildkaninchen bekommt man öfters zu Gesicht als Feldhasen, weil sie auch schon mal an hellen Tagen aus ihren Erdbauen herauskommen. Der Hase wartet lieber die Dämmung ab, um dann ins Feld zu rücken. Von Südwesteuropa her hat sich das Wildkaninchen fast über den ganzen Kontinent verbreitet. In Deutschland kommen die Nager recht zahlreich vor, fast immer dort, wo Hügel und Dämme vorhanden sind. Dort haben die Tiere dicht …. nebeneinander ihre Höhlen gegraben und durch Querverbindungen ein weitverzweigtes Labyrinth unterirdischer Gänge geschaffen, zum Ärger der Deichbauer und Eisenbahndirektionen.

Die Myxomatose grassiert unter Wildkaninchen.

Die Myxomatose grassiert unter Wildkaninchen und ist eine tödliche Krankheit.

Wildkaninchen haben viele Feinde, den Bussard, Habicht, Dachs, Iltis und Hermelin. Das Kaninchen ist als Nahrung für viele Räuber bestimmt, aber zum Ausgleich mit einer großen Vermehrungskraft ausgestattet. Zwischen April und August wirft die Kaninchenhäsin in rund sechswöchigen Abständen jeweils ein rundes Dutzend Jungtiere, von denen die März- bis Maigeborenen gegen Ende des Sommers schon selber Junge bekommen.

In manchen Ländern sind die Kaninchen zur Plage geworden, so z.B. in England und Australien und auch in Deutschland. Das Wildkaninchen ist ausschließlich Pflanzenfresser, knabbert an jungen Bäumen und richtet vor allem durch Unterhöhlung von Deichen und Dämmen großen Schaden an.

Außer der Bejagung, Vergasung und Vergiftung, spielt den Tieren aber eine Injektion mit, die ein französischer Arzt vor einigen Jahrzehnten bei einigen Wildkaninchen vorgenommen hat. Durch sie wurde eine furchtbare Krankheit hervorgerufen, die heute noch durch Europa schleicht, die Myxomatose, im Volksmund Hasenpest genannt, obwohl der Hase davon überhaupt nicht betroffen wird.

Die  Myxomatose äußert sich durch Vereiterung und Erblindung der Augen und fortschreitend auch durch Vereiterung von Mund und Nase, bis das Tier endlich nach qualvollen Leiden stirbt. Die  Myxomatose ist nicht unmittelbar ansteckend, sondern wird auch noch durch eine Fliegenart übertragen, so dass die Krankheit selbst kaninchenlose Gebiete überspringen kann. Nur wenige Tiere überstehen die Myxomatose und werden dann widerstandsfähig gegen sie.

Frösche sind Kanibalen: Schmuckhornfrosch

Foto1: von Tiit Hunt CC BY-SA 3.0
Foto2: von Walta, Winfried / Anefo CC BY-SA 3.0