Wendehals ein echter Zugvogel

Der Wendehals ist sehr scheu.

Der Wendehals ist sehr scheu.

Der Wendehals (Jynx torquilla) zimmert sich zur Fortpflanzung keine eigene Höhle, sondern nistet in natürlichen Bäumenhöhlen, in Spalten von Gemäuern oder in alten Spechthöhlen. Als Lebensraum benötigt der schlanke Spechtvogel Streuobstwiesen, Auwälder, Laub- und Kiefernwälder. Von weitem wirkt der Wendehals einfarbig graubraun mit heller Unterseite, von nahem erinnert die Gefiederzeichnung an einen ….

Ziegenmelker. Der Vogel sucht seine Nahrung überwiegend am Boden und hüpft dabei mit erhobenem Schwanz umher. Der Wendehals kann seinen Kopf um mehr als 180 Grad drehen, daher auch seine Namensgebung.

Steckbrief Wendehals
– Wissenschaftlicher Name: Jynx torquilla
– Größe: Körperlänge ca. 16 bis 17 cm, Gewicht bis 50 g
– hat ein rindenfarbiges, graubraunes geschecktes Gefieder und ist damit bestens getarnt
– der Wendehals klammert sich spechtartig an Baumstämme fest, klettert aber nicht an ihnen hoch
– beide Geschlechter gleichen sich im Gefieder
– Stimme/Ruf: Ist eine nasale, klingende Rufreihe wie „gäh-gäh-gäh …“, erinnert an den fernen Ruf eines Baumfalken
– der Wendehals ist vom Aussterben bedroht und unter den Spechtarten der einzige Zugvogel
– Vorkommen: In Europa flächendeckend
– Nahrung: Insekten, Ameisen, Larven, Puppen, Käfer, Raupen und Spinnen
Fortpflanzung Wendehals
– etwa Mitte April kommen die Vögel aus den afrikanischen Winterquartieren zurück
– Mitte Mai legt das Weibchen 6 bis 10 weiße Eier ab
– die Brutdauer beträgt 12 bis 14 Tage
– die Jungvögel verlassen die Bruthöhle nach ca. 20 bis 22 Tagen und werden danach noch ca. 14 Tage weiterhin von den Altvögeln mit Futter versorgt
Foto: cc – Göktyta / Eurasian Wryneck – von Åsa Berndtsson