Weberknechte haben alle acht auffallende Beine

Weberknechte

Weberknechte gehören zu den Spinnentieren.

Weberknechte besitzen einen eiförmigen, kleinen Körper, dessen Vorder- und Hinterteile nicht voneinander abgesetzt ist. Die kleinen Chelizeren enden mit Zangen, die Pedipalpen sind einfach und bei unseren einheimischen Arten sehr lang und dünn. Von einem Feinde ergriffen, lösen sich die überaus langen Beine unterhalb der dicken Hüften ab und führen dann noch lange Zeit rhytmische Bewegungen aus. Solche „Autotomie“ (Selbstzerschneidung) dient den Tieren zum Schutz vor Verfolgung. Das Bein wird dem Feind überlassen was durch seine Eigenbewegung diesen von dem auf sieben Beinen immer noch sehr gewandt davoneilenden Weberknecht ablenkt.

Weberknecht

Ein Weberknecht wird verspeißt.

Man sieht die Tiere bei Tage in dunklen Winkeln der Häuser, aber auch draußen allerwärts im Freien. Sie verstecken sich nicht, sitzen träge oder bewegen wie auf Stelzen fort. Weberknechte leben vorwiegend von anderen Gliederfüßern, begnügen sich aber (im Gegensatz zu anderen Spinnentieren) mit deren Leichen; sie vermögen dabei auch feste Nahrungsteile zu schlucken. Wie andere langbeinige Gliederfüße (z.B. Zitterspinnen, Kohlschnaken) führen sie mit ihrem zwischen den langen Beinen aufgehängten Körper oft andauernde rhytmische Schwingungen aus. Unsere Weberknechte legen ihre Eier mit Hilfe einer langen Legeröhre in den Boden.

  1. Foto: Von Konrads Bilderwerkstatt – CC BY 2.0
  2. Daniel Jolivet – CC BY 2.0