Die Wasserralle bewohnt Sümpfe

Wasserralle

Wasserralle

Nur selten bekommt man die Wasserralle zu Gesicht, aber eher hört man den Vogel. Von den anderen kleineren Rallen unterscheidet sich die reichlich drosselgroße Wasserralle durch ihren längeren roten Schnabel. Im übrigen sind Männchen und Weibchen oberseits dunkel olivbraun mit schwarzen Längsflecken bestückt. Die Kopfseiten, Kehle und Brust sind hellbrau, die Flanken schwarz und weiß gestreift. Das Ruhekleid ähnelt dem Brutkleid. Die Wasserralle ist etwa kleiner als das Teichhuhn und Blässhuhn.

Steckbrief Wasserralle

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
  • Familie: Rallen (Rallidae)
  • Gattung: Rallus
  • Art: Wasserralle
  • Wissenschaftlicher Name: Rallus aquaticus
  • Größe Wasserralle: Von 25 bis 30 cm, Gewicht 100 bis 190 Gramm, Flügelspannweite von 40 bis 45 cm.
  • Der Schwanz ist kurz und leicht nach unten gebogen, der Schnabel ist rötlich.
  • Kopfseite, Kehle, Hals und Brust sind schiefergrau. Das Gefieder am Bauch, Brust und im Gesicht ist hellblau. Die Augen sind rötlich und die mittellangen Beine haben ein fleischfarbiges Aussehen.
  • Der Ruf/Stimme der Wasserralle erinntert enfernt an das Quieken eines Schweinchens mit etwas grunzenden Tönen. Das geht quiekend aufwärts und lässt sich wie ein „Krruih“ wiedergeben. Außerdem hört man öfters ein kurzes und wiederholtes „pit“.
  • Nahrung: Die dämmerungs- und nachtaktiven Wasserrallen ernähren sich von Larven, Insekten, Krebstieren, Kaulquappen, kleine Frösche und Fische.
  • Die Wasserrallen sind zur Zeit keine gefährdete Vogelart. In Deutschland ist sie selten geworden, der Grund ist die Zerstörung ihres Lebensraumes durch Entwässerungen und Eindeichungen.
  • Wasserrallen haben viele Feinde zu fürchten. Das sind Säugetiere wie der Iltis, Fuchs, zunehmend der Marderhund und die Wanderratte.

Verbreitung

Wasserrallen brüten in ganz Europa nordwärts bis zum südlichen Skandinavien. Ferner in der Sowjetunion, mit Ausnahme der nördlichen Gebiete, sowie in im westlichen Asien. Auch in Nordafrika und Vorderasien wurde die Wasserralle festgestellt. In Mitteleuropa ist die Wasserralle an Seen und Teichen mit dichter Vegetation überall anzutreffen.

Wanderungen

Die in Mitteleuropa beheimateten scheuen Wasserrallen überwintern zumeist in Südeuropa. Ende März/Anfang April treffen sie wieder an ihren Brutplätzen ein, um diese von September an bis in den Spätherbst hinein zu verlassen. Bei milden Wintern ziehen die Vögel nicht weg und bleiben auch im Brutgebiet zurück.

Fortpflanzung

  • Die Brutzeit findet von April bis August statt.
  • Das Nest steht stets im dichtesten Pflanzenbewuchs und erinnert an ein kleines Teichhuhnnest. Oft sind die in der Nähe stehenden Halme zu einer Art Haube über dem Nest zusammengezogen.
  • Das Weibchen legt gewöhnlich 6 bis 11 ins Nest. Die Eier werden täglich gelegt. Die Bebrütung setzt ein, wenn das Gelege vollzählig oder fast vollstänig ist.
  • Die Brutdauer beträgt 19 bis 20 Tage und beide Partner wechseln sich beim Brüten ab.
  • Manchmal kommt es auch zu zwei Bruten im Jahr.

Foto: Von Andrej Chudýcc