Wasserfrösche sind auffällige und bekannte Amphibien

Wasserfrösche

Wasserfrösche paaren sich erst Ende April bis in den Juni hinein.

Wasserfrösche haben einen gelblichen Strich in der Mittellinie des Rückens. Sie wechseln in der Färbung erheblich, doch bleibt die grüne Färbung im Vordergrund. Die Bauchseite der Tiere istweißlich, mit grauen Flecken. Die Wasserfrösche werden auch Teichfrösche genannt. Die Weibchen werden 7 bis 10 cm lang. Die Männchen sind kleiner und an den zwei seitlich am Kopf stehenden Schallblasen erkennbar. Die Wasserfrösche haben ihr Verbreitungsgebiet in ganz Mitteleuropa erobert. Die meisten Frösche besiedeln stehende und langsam fließende Gewässer mit krautigem Pflanzenbestand. Dort lauern sie unter der Wasseroberfläche auf Beute, wo nur die Augen und Nasenlöcher hervorschauen.

Wasserfrösche sind wärmeliebende Tiere, die sich bei einer Wassertemperatur von 20 bis 27 Grad wohlfühlen. In höheren Gebirgslagen sind sie nicht mehr vertreten. Sie sind gefräßige Tiere, deren Hauptnahrung aus Insekten und anderen sich schnell bewegenden Tieren (Fischbrut, Amphibienlarven) besteht. Die Beute wird mit der ausklappbaren Zunge erhascht und unter Wasser durch plötzliches Zustoßen und Öffnen des breiten Mauls eingesogen.

Im Sommer können Wasserfrösche etwa acht Minuten unter Wasser verbringen. Wird im Herbst das Wasser kälter als 10 Grad Celsius, so begeben sich die Frösche in den lockeren Schlamm über Grund zur Winterruhe. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und zu seiner Aufrechterhaltung genügt die geringere Sauerstoffaufnahme durch die Hautatmung. Ungefähr Anfang April wird der Winterschlaf beendet und etwas später ab Mitte Mai findet die Paarung statt.

Steckbrief Wasserfrösche

Systematik

  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • ohne Rang: Amphibien (Lissamphibia)
  • Ordnung: Froschlurche (Anura)
  • Unterordnung: Neobatrachia
  • Familie: Echte Frösche (Ranidae)
  • Gattung: Wasserfrösche
  • Wissenschaftlicher Name: Pelophylax
  • Größe: Je nach Art zwischen 4,5 bis 12 cm, die Weibchen werden oft größer als die Männchen.
  • Häufig dominiert eine grüne Grundfärbung der Oberseite und der Extremitäten. Der Rücken ist oft unregelmäßig mit dunklen Punkten oder Flecken versehen.
  • Die Hinterbeine sind sehr muskulös und ermöglichen den Tieren weite Sprünge oder auch kräftige Schwimm- und Tauchbewegungen. Ausgebildete Schwimmhäute sind zwischen den Zehen.

Froschlurche haben als erwachsene Tiere keinen Schwanz mehr

Froschlurche zählen zu den Lurchen. Erwachsene Tiere haben einen gedrungenen, völlig schwanzlosen Körper mit nackter, schleimiger, drüsenreicher Haut. Das hintere Beinpaar ist meist zu langen, kräftigen Sprungbeinen ausgebildet. Ihre Stimmen klingen laut und oft nicht unmelodisch (z.B. Quaken der Frösche); die Töne werden mit Hilfe verschiedenartig gebildeter Schallblasen erzeugt.

Auf dem Lande bewegen sie sich meist springend (Frösche), zum Teil auch gehend (eher bei Kröten). Froschlurche paaren sich fast ausschließlich fast immer im Wasser. Nahezu alle Arten legen die Eier in gallerartigen Klumpen oder Schnüren im Wasser ab. Das Lurchenstadium wird Kaulquappe genannt; Sie besitzt Kiemen und einen Ruderschwanz. Zunächst hat die Kaulquappe keine Beine, erst bei der Umwandlung bilden sich zuerst die Hinter-, dann die Vorderbeine. zu den Froschlurchen gehören Frösche, Kröten und Unken.

Foto: Von Siegfried Poepperl