Vogelparadies mit vielen Arten in den Everglades

Vogelparadies

Die Everglades ein Vogelparadies sowie auch für viele Raubtierarten.

Die Everglades sind ein tropisches Marschland im Süden vom US-Bundesstaat Florida. Der breite verschilfte Strom mit seinen Baumbeständen an den Ufern ist ein Vogelparadies für viele Arten. Ihre üppige Vegetation verdankt die Landschaft ihrer subtropischen Lage. Zu den größeren und bekannteren Vögeln, die dort leben, gehören der Rosalöffler, der Weiße Sichler, der Waldstorch, der Gelbkopf-Nachtreiher, der Amerikanische Seidenreiher und der seltene Schneckenweih. In den Everglades halten sich etwa 237 Vogelarten auf, von denen sich einige nur zu bestimmten Jahreszeiten aufhalten. In den Vogelparadies hält sich auch der Amerikanische Schlangenhalsvogel auf, der eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Kormoran besitzt.

Vogelparadies Everglades-Nationalpark

Vögel Everglades

Foto von Sterling Lanier

Ein Teil der Everglades ist als Everglades-Nationalpark geschützt und zum Weltkulturerbe ernannt worden. Dort gibt es viele ausgebaute Wege im Park, von denen man in der Naturlandschaft Tiere beobachten kann. In den Park leben wildlebende Flamingos. Daneben kommen eine Reihe von Watvögel vor, wie Ibisse, Pelikane und Störche. In den Everglades leben auch Waschbären, Schlangen, Schwarzbären, Seekühe, Pumas und Schildkröten sowie weitere Tierarten. Dort gibt es auch Krokodile, die in Küstennähe anzutreffen sind und im Gegensatz zu den Alligatoren sich im Salzwasser aufhalten. Die größeren Krokodile sind viel aggressiver als die Alligatoren, die man unbedingt meiden sollte. Auch der bekannte Florida-Puma ist vom Austerben bedroht, den man aber in den Everglades kaum zu Gesicht bekommt.

Gefahren durch eingeschleppte Tiere

Dunkler Tigerpython

Dunkler Tigerpython – Foto Joshua J. Cotten

In den Everglades wurden ortsfremde Tiere eingeschleppt, die sich ausgebreitet haben und eine Gefahr für das Ökosystem darstellen. In den 1980er-Jahren wurde der Dunkle Tigerpython im Everglades-Nationalpark eingeschleppt. So ist seit dem Jahr 2000 die Population stark angestiegen auf geschätzte 10.000 Tiere. Über 90% der Waschbären, Opossums oder Rotluchse sind verschwunden, was auf den Tigerpython zurückgeführt wird. Selbst größere Raubtiere, wie Alligatoren und der Florida-Panther sind bedroht.

  1. Foto: Von Joe Parks – CC BY-NC 2.0