Das Vancouver-Murmeltier lebt in Kolonien

Vancouver-Murmeltier

Vancouver-Murmeltier

Beim Erwachen im Monat Mai hat das Vancouver-Murmeltier mehr als ein halbes Jahr Winterschlaf hinter sich. Aber anstatt sie sich mit einem Frühjahrsputz zu beschäftigen, steht erst einmal die Familienplanung auf dem Programm. Dann kommen etwa Ende Juni drei bis vier Jungtiere in einer Erdhöhle zur Welt. Im Herbst ändert sich dann wieder die Lebensweise. Die Murmeltiere verziehen sich in ihren frostfreien Bau zum Überwintern zurück. Im Frühling tauchen sie wieder auf, wenn ihre Lebensgeister wieder geweckt werden. Ein Vancouver-Murmeltier muss als Feind den Schwarzbär, Wolf, Puma und Adler fürchten.

Was schon der Name aussagt, kommen Vancouver-Murmeltiere nur auf der Vancouver-Insel in Südwestkanada vor. Früher kamen die Tiere entlang der gesamten Gebirgskette von Nordwesten bis nach Südosten vor. Aber heute sind die Gebiete kleiner und die Kolonien der Murmeltiere sind weiter voneinander getrennt. Am liebsten halten sich die Tiere in Höhen von 900 bis 1400 Meter auf.

Steckbrief Vancouver-Murmeltier

Systematik

  • Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
  • Familie: Hörnchen (Sciuridae)
  • Unterfamilie: Erdhörnchen (Xerinae)
  • Tribus: Echte Erdhörnchen (Marmotini)
  • Gattung: Murmeltiere (Marmota)
  • Art: Vancouver-Murmeltier
  • Wissenschaftlicher Name: Marmota vancouverensis
  • Größe: Die Murmeltiere erreichen eine Gesamtlänge von 68 bis 71 cm, die Schwanzlänge beträgt 20,3 cm.
  • Die Art kommt auf Vancouver Island in British Columbia vor, eine Insel, die vor der Pazifikküste Kanadas liegt.
  • Das Vancouver-Murmeltier ist akut vom Aussterben bedroht und gilt mit seiner weißen Nase vielleicht zum schönsten Murmeltier der Welt.
  • Nahrung: Vancouver-Murmeltiere sind Pflanzenfresser, die sich etwa von 50 Pflanzenarten ernähren.

Fortpflanzung

  • Im Frühling pflanzen sich die Murmeltiere fort.
  • Nach einer Tragzeit von etwa 30 Tagen werden vom Weibchen 3 bis 5 Jungtiere geboren. Sie bleiben den ersten Monat ihres Lebens solange im Bau und werden von der Mutter versorgt.
  • Danach erkunden die Jungtiere die Umgebung ihrer Behausung und bei Gefahr verschwinden sie auch wieder darin. Mit 3 bis 4 Jahren erreichen die Tiere ihre Geschlechtsreife.
  • Die Männchen nehmen keinen Anteil an der Aufzucht.

Foto: Von Alina Fisher – cc