Uferschnepfe ist ein typischer Wiesenvogel

Die hochbeinige Wiesenvogel ist ein Brutvogel in offenen Niederungslandschaften.

Auf sumpfigen Wiesen brütet die prachtvolle Uferschnepfe. Der Vogel ist deutlich am schwarzen Schwanzende zu erkennen. Eine Uferschnepfe wiegt etwa so viel wie eine Lachmöwe. Der Watvogel ist auch unter den Namen „Schwarzschwänzige Uferschnepfe“ bekannt. Im Fluge fallen besonders die weißen Flügelbinden auf. Auch zu erkennen an die weißen Oberschwanzdecken und der an der Wurzel weiße, sonst schwarze Schwanz. In Deutschland steht die Uferschnepfe auf der Roten Liste.

Heute hat die Uferschnepfe Seltenheitswert, die ein langschnäbliger Vogel ist und vor allem auf hochgrasigen Feuchtwiesen anzutreffen ist. Ursprünglich besiedelte der Watvogel die Randbereiche ausgedehnter baum- und strauchloser Moore, die Federgrassteppen im Osten und die offenen Küstengebiete. Im Mittelalter begann dieser Schnepfenvogel die vom Menschen neu geschaffenen Feuchtwiesen in Besitz zu nehmen und verbreitete sich auf den Süßgraswiesen entlang vieler Flüsse.

Auch Großseggenbestände, die regelmäßig gemäht werden, selbst wenn sie etwas verschilft sind, kommen als Uferschnepfen-Brutplätze in Betracht. Häufig werden die Nester in der Nähe von Flachwasserbereichen eines Teiches oder Sees angelegt. Die Wiesenvögel suchen gerne in bauchtiefem Wasser nach Nahrung, baden oder ruhen sich in etwa 15 Zentimeter seichten Wasser stehend aus. In der Nähe des Nistplatzes sollte es auch Flächen mit geringer Vegetation geben, denn dort führt der Altvogel seine Jungen, wenn der Pflanzenbewuchs am Nest inzwischen zu hoch ist.

Steckbrief Uferschnepfe

Systematik

  • Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
  • Familie: Schnepfenvögel (Scolopacidae)
  • Gattung: Pfuhlschnepfen (Limosa)
  • Art: Uferschnepfe
  • Wissenschaftlicher Name: Limosa limosa
  • Größe: Der Vogel hat eineKörperlänge von 35 bis 45 cm. Die Flügelspanne beträgt bis zu 75 cm. Das Männchen hat ein Gewicht von 160 bis 420 Gramm. Das Weibchen von 240 bis 500 Gramm.
  • im Sommer ist der Kopf und die Brust rotbraun, die Flanken und der Bauch sind weiß mit schwärzlichen Querflecken.
  • Das Ruhekleid ist im Ganzen heller als das Brustkleid.

Verbreitung

  • Die Schnepfe brütet in Nordwesteuropa. Der Vogel kommt in Belgien, Holland, in Frankreich, in Norddeutschland, Tschechien, Dänemark, Schweden, Österreich, Ungarn und Rumänien vor.
  • In weiten Gebieten der Sowjetunion. In Süddeutschland brütet die Uferschnepfe nur an wenigen Stellen zusammen mit Kiebitzen und Rotschenkeln. Die Vögel leben in feuchten Wiesen, Mooren und in den Verlandungszonen an Teichen.

Wanderungen

Die Uferschnepfe überwintert vorzugsweise im Mittelmeergebiet, bisweilen auch im küstennahen Gebiet Westeuropas. In Deutschland erscheinen die Wiesenvögel Anfang März an ihren Brutplätzen. Nach der Brutzeit Anfang August bis September fliegen die Vögel wieder in ihre Winterquartiere zurück.

Nahrung

Die Watvögel fressen Schnecken, Insekten, Spinnen, Würmer, Krebstiere und kleine Fische.

Fortpflanzung Uferschnepfe

  • Das Nest bauen die Vögel in eine flache Mulde am Boden. Das wird mit trockenem Gras- und Pflanzenhalmen ausgepolstert.
  • Das Weibchen legt 4 kreisrunde Eier (54,7 x 37,3 mm) in das Nest.
  • Beide Elternteile bebrüten das Gelege.
  • Die Brutdauer beträgt ca. 24 Tage.
  • Die Küken sind Nestflüchter und suchen sich unter der Führung der Altvögel gleich ihre Nahrung selber bis sie flügge werden.

Foto: cc – IMG_5598.jpg – von Kjartan Birgisson