Uferschnepfe ist ein typischer Wiesenvogel

Die hochbeinige Uferschnepfe ist ein Brutvogel in offenen Niederungslandschaften.

Auf sumpfigen Wiesen brütet die prachtvolle Uferschnepfe, die deutlich am schwarzen Schwanzende zu erkennen ist. Eine Uferschnepfe wiegt etwa so viel wie eine Lachmöwe, doch erscheint der hochbeinige Vogel infolge seines langen geraden Schnabels größer als diese. Der Watvogel ist auch unter den Namen „Schwarzschwänzige Uferschnepfe“ bekannt. Im Fluge fallen besonders die weißen Flügelbinden sowie die weißen Oberschwanzdecken und der an der Wurzel weiße, sonst schwarze Schwanz auf. In Deutschland steht die Uferschnepfe auf der Roten Liste.

Steckbrief Uferschnepfe

  •  Wissenschaftlicher Name: Limosa limosa
  • Größe: Körperlänge zwischen 35 bis 45 cm, Flügelspanne bis zu 75 cm, Gewicht Männchen ca. von 160 bis 420 Gramm, Weibchen 240 bis 500 Gramm
  • im Sommer ist der Kopf und die Brust rotbraun, die Flanken und der Bauch sind weiß mit schwärzlichen Querflecken
  • das Ruhekleid ist im ganzen heller als das Brustkleid, vor allem hat dann ein fahles Graubraun dem Rotbraun des Brutkleides Platz gemacht

Verbreitung: Die Uferschnepfe brütet in Nordwesteuropa (Belgien, Holland, vereinzelt in Frankreich), in Norddeutschland, Dänemark und Schweden, ferner in Tschechien, in Österreich, Ungarn und Rumänien sowie in weiten Gebieten der Sowjetunion, in Süddeutschland brütet die Art nur an wenigen Stellen zusammen mit Kiebitzen und Rotschenkeln in feuchten Wiesen, Mooren und in den Verlandungszonen an  Teichen

Wanderungen: Die Uferschnepfe überwintert vorzugsweise im Mittelmeergebiet, bisweilen auch im küstennahen Gebiet Westeuropas. In Deutschland erscheinen die Uferschnepfen Anfang März an ihren Brutplätzen, die alsbald nach der Brutzeit (August, Anfang September) wieder verlassen werden

Nahrung: Schnecken, Insekten, Spinnen, Würmer, Krebstiere und auch kleine Fische
Fortpflanzung Uferschnepfe

Das Nest wird in eine flache Mulde am Boden angelegt und mit trockenen Gras- und Pflanzenhalmen ausgepolstert. Das Weibchen legt 4 kreisrunde Eier (54,7 x 37,3 mm) in das Nest, beide Elternteile bebrüten das Gelege. Die Brutdauer beträgt ca. 24 Tage
– die Küken sind Nestflüchter und suchen sich unter der Führung der Altvögel gleich ihre Nahrung selber bis sie flügge werden.

Foto: cc – IMG_5598.jpg – von Kjartan Birgisson