Tiere im Moor

Tiere im Moor

Viele Tiere im Moor haben sich die Lebensräume zwischen Land und Wasser ausgesucht.

Viele Tiere und Pflanzen haben sich das Moor als Lebensraum ausgesucht. Die Rohrdommel ist ein Vogel im Moor, der wegen seines tief, dumpfen Rufes auch Moorochse genannt wird. Der Sumpfvogel, wie auch die Wiesenweihe und die Rohrweihe suchen sich oft ihre Brutplätze in den Randgebieten der Moore in den ausgedehnten Schilfflächen aus. Die Moorente mag dicht verwachsene und verlandete Gewässer. Die meisten Fische, Amphibien, Wasserflöhe und Krebse meiden das saure Wasser der offenen nährstoffarmen Hochmoorweiher.

Das Hochmoor ist für unsere Augen das Reich der Libellen. Die Kleine Moosjungfer, verschiedene Azurjungfern und die Arktische Smaragdlibelle fliegen in Mitteleuropa über den Torfmoosen. In den umliegenden Kleinstgewässern der Moore und in den Sumpfwiesen ist der Moorfrosch zuhause. Zur Fortpflanzungszeit laufen die Männchen himmelblau an und laden mit blubbernden Tönen die Weibchen zur Paarung ein.

Tiere im Moor, die sich eher in den Randgebieten aufhalten

Viele Tiere im Moor halten sich stärker in den verfestigten Randbereichen auf. Die Kreuzotter hat dort eine besondere Färbungsphase, die gänzlich hell braunrote Kupferotter. Ihr fehlt das schwarze Zickzackband auf dem Rücken und sie wird meist für eine andere Schlangenart gehalten. Zu erkennen ist die Kreuzotter aber an ihren feuerroten Augen mit der Schlitzpupille.

Tiere im Moor sind oft in den übergehenden Feuchtwiesen zu finden. Da ist der Wachtelkönig mit seinem rauhen, knarrenden Ruf zu vernehmen. Das Birkhuhn, der Baumpieper, der Zeisig, die Glattnatter, die Moor- und Waldeidechse und viele Schmetterlingsarten halten sich bevorzugt an den Rändern von Mooren auf. In den Mooren Nordwestdeutschlands finden sich noch wenige Brutplätze des Goldregenpfeifers und eine besonders dunkel gefärbte Rasse des Rebhuhns, dass sogenannte Heide-Rebhuhn.

In den Mooren des Nordens kommt der Großsäuger Elch hinzu. Das Tier vermag mit seinen spreizbaren Hufen mit Leichtigkeit den schwankenden Moorgrund zu überschreiten. Im Moor sind Menschen wie Tiere durch die manchmal dünne Pflanzendecke über ein verwachsenes Moorauge eingebrochen und umgekommen. Unter den jungsteinzeitlichen Funden aus Norddeutschland sind viele Tierarten, die seit dieser Zeit bei uns verschwunden sind. Darunter ist das Wildpferd, der Auerochse, der Luchs und der Braunbär.

Foto von Bernard DUPOT – cc