Tiere die in Australien leben

Känguru und Emu sind die Wappentiere Australiens.

Känguru und Emu sind die Wappentiere Australiens.

Die Säugetier Welt in Australien fesseln die Betrachter. Aus den Zeiten der Vergangenheit sind einige Tierformen übrig geblieben. Zu den ältesten Säugetierarten gehört der Ameisenigel. Weitere Tierarten in Australien unter: Tiere in Australien

Tiere, die in Australien eingeführt wurden

Mindestens 17 Wildtierarten sind seit der Besiedelung des Kontinents durch Europäer nach Australien eingeführt worden. Das Kaninchen, das 1788 nach Australien mitgebracht wurde und schnell verwilderte, hat von allen Neuankömmlingen den größten Schaden angerichtet. Die ersten Kaninchen vermehrten sich explosionsartig und rotteten zahlreiche Steppenpflanzen aus. Zu dem Unheil , das die fremden Wildtiere gestiftet haben, kommen noch die Schäden durch Haustiere, vor allem Schafe dazu.

Weil Australien so lange von anderen Erdteilen abgeschnitten war, ist es zu einem Rückzugsgebiet für hochspezialisierte Pflanzen und Tiere geworden. In der Regel sind solche isolierten, hochspezialisierten Arten sehr anfällig, wenn sie sich mit eingeführten Formen auseinandersetzen müssen. Viele Beuteltiere sind beispielsweise verschwunden, seitdem die Europäer mit ihren Pflanzen und Tieren eintrafen.

Tiere in Australien

Der Koala

Eines der bekanntesten Tiere in Australien ist der Koala. Die pelzigen Tiere leben fast ausschließlich von Eukalyptus, eine Pflanze, die für viele anderen Tiere giftig ist. Koalas haben spezielle Abwehrmechanismen gegen die Toxine in Eukalyptus entwickelt. Die Blätter haben einen niedrigen Nährstoffgehalt, trotz der evolutionären Anpassung der Koalas, können die  immer noch einen leichten narkotischen Effekt bei den Tieren hervorrufen. Die Tiere verbringen normalerweise 16 bis 18 Stunden pro Tag bewegungslos auf Bäumen. Das Essen dauert etwa 3 bis 5 Stunden.

Der Beutelwolf wird auch Tasmanischer Tiger genannt

Tasmanischer Tiger

Tasmanischer Tiger

Der Tasmanische Wolf oder Beutelwolf war das größte Raubtier unter den australischen Beuteltieren. Er erreichte von der Schnauze bis zur Schwanzspitze eine Länge von etwa 1,5 Meter. Seine Hauptbeute waren Wallabies, Ratten und Vögel. Die Beine des Beutelwolfs sind im Verhältnis zu seinem Körper kürzer als die anderer Fleischfresser. Sein Rücken fällt leicht nach hinten ab.

Foto: Von chelsealwood – cc

Ameisenigel Steckbrief

Kurzschnabeligel (Tachyglossus aculeatus).

Kurzschnabeligel (Tachyglossus aculeatus).

  • Ameisenigel kommen nur in Australien sowie auf Neuguinea vor, weitere Namen sind Schnabeligel, Echidna.
  • Die Tiere sind eierlegende Säugetiere.
  • Ameisenigel werden in die zwei Gattungen Lang- (eine Art) und Kurz-Schnabeligel (drei Arten) eingeteilt.
  • Lateinischer Name: Tachyglossidae
  • Klasse: Säugetiere
  • Größe von 50 bis 75 cm
  • Gewicht von 5 bis 15 kg
  • Die Tiere haben gelblich/braune Stacheln. Ein dunkelbraunes bis schwarzes Fell. Sie sind dämmerungsaktive Tiere.
Skelett Kurzschnabeligel.

Skelett Kurzschnabeligel.

  • Ameisenigel können ein Alter von 30 bis 50 Jahre erreichen, die Einzelgänger sind.

Lebensraum

Das sind Wüsten, Halbwüsten, Hochgebirge und Waldbereiche.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus Termiten, Ameisen, Würmer und Insekten.

Fortpflanzung Ameisenigel

  • Die Paarungszeit findet im Juli bis August statt.
  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt 3 bis 4 Wochen
  • Ein Gelege besteht aus  1 bis 3 Eiern.

Das Riesenkänguru

Das Östliche Graue Riesenkänguru (Macropus giganteus). Muttertier mit Jungtier im Beutel.

Tiere in Australien: Das Östliche Graue Riesenkänguru (Macropus giganteus). Muttertier mit Jungtier im Beutel.

  • Ein Riesenkänguru bringt ein Jungtier zur Welt, dass nicht viel länger ist als 8 cm.
  • Ein ausgewachsenes Männchen ist im Sitzen mannshoch und wiegt 100 bis 150 kg.
  • Die kleinen Rudel der Riesenkängurus leben in grasbewachsen Triften mit lichten Buschwaldungen.
  • Auf der Flucht erreichen die Tiere eine Geschwindigkeit von 70 km/h und Weitsprünge von etwa 12 Metern.
    Mehr unter: Steckbrief Kängurus

Der Wombat

Einen Wombat bekommt man selten zu sehen, weil er ein nachtaktives Tier ist. Er sieht im Körperbau träge aus und man sollte ihn aber nicht unterschätzen. Unter Konkurrenten kommt es zuweilen zu Kämpfen. Der Wombat hat ein kräftiges Gebiss und kann im Lauf eine Geschwindigkeit bis zu 40 km/h erreichen. Die Wombats müssen den Dingo fast als einzigen Feind fürchten.

Die Warane

Kommodowaran

Kommodowaran (Varanus komodoensis)

Foto Kommodowaran: Nathan Johnson – cc

Australien ist die Heimat einer reichen Echsen– und Schlangenfauna. Die eindrucksvollsten Echsen sind die Warane, die auch in der Alten Welt weit verbreitet sind. Doch die Hälfte aller Warane ist in Australien zu Hause. Diese australischen Warane weisen erhebliche Größenunterschiede auf. Der kleinste, der Kurzschwanzwaran (Varanus brevicauda), misst nur 20 Zentimeter, der größte, der Riesenwaran, kann weit über zwei Meter lang werden.

Auch in ihren Lebensgewohnheiten unterscheiden sich die Reptilien sehr. Der Gillens Waran (Varanus gilleni) lebt auf Bäumen, andere Arten leben am Boden oder halbaquatisch. Einige, so etwa der Bindenwaran (Varanus salvator) hausen auf Bäumen, auf dem Erdboden, im Wasser und unter der Erde. Nicht weniger abwechslungsreich sind die Nahrungsgewohnheiten der Warane. Einige ernähren sich von Insekten, andere von Eiern und jungen Vögeln.

Die größten Arten können sogar mittelgroße Säugetiere erbeuten. Mit Zähnen und Krallen reißen sie ihr Opfer entzwei und schlingen dann die Fleischstücke ganz herunter. Die Raubtiere vertilgen auch Aas in großen Mengen, das sie mit dem Geruchssinn aufspüren. In gewisser Weise übernehmen sie in der australischen Steppe die Rolle der afrikanischen Aasbeseitiger, der Schakale und Hyänen. Fast alle Warane besitzen in ihrem Schwanz eine furchtbare Waffe, mit der sie wie mit einer Peitsche kräftig um sich schlagen. Die berühmteste Agamenart Australiens, der Dornteufel ist ein bizarres Geschöpf, dessen Körper über und über mit Stacheln besetzt ist.

Schlangen in Australien

Todesotter (Acanthophis antarcticus)

Todesotter (Acanthophis antarcticus)

Foto Todesotter: Von Chriest

Von den verschiedenen stattlichen Schlangen, die in Australien heimisch sind, kommen mehrere in den Steppengebieten, darunter einige, die zu den giftigsten der Welt zählen. Zu diesen gehört die Todesotter (Acanthophis antarcticus), die Östliche Braunschlangen (Pseudonaja textilis) sowie die Mulgaschlange (Pseudechis australis). Hauptsächlich in den Grassteppen und Savannen Nordaustraliens, aber auch auf Neuguinea lebt ein Reptil, das den Anspruch erheben kann, die gefährlichste Schlange der Welt zu sein. Das ist der Taipan (Oxyuranus scutellatus), der im Durchschnitt zwei Meter lang wird. Der Taipan besitzt riesige Giftzähne und ist so schnell, dass er mehrmals zubeißen kann, bevor das Opfer sich überhaupt bewegen vermag. Sein Gift gehört zu den stärksten Toxinen, die wir kennen.

Vögel in Australien

Australische Trappe (Ardeotis australis)

Australische Trappe (Ardeotis australis)

Foto A. Trappe: Von Laurens

Viele Vogelarten haben sich an das Trockenklima der australischen Grassteppen angepasst. Bei einer großen Zahl dieser Vögel haben wir es nicht mit Stand- oder Zugvögeln zu tun, sondern mit Nomaden, die von Ort zu Ort wandern. Papageien sind in Australien sehr zahlreich vertreten und weit mehr Arten haben sich an die Steppenlandschaft angepasst, als es für die Papageien anderer Kontinente gilt. Überraschenderweise hat der Keilschwanzadler, der größte australische Greifvogel, die hartnäckige Verfolgung widerstanden. Der Vogel war einmal dem Aussterben sehr nahe. Er wurde alljährlich in ganz Australien abgeschossen und unter dem Vorwand, dass er sich an lebenden Lämmern vergreift. Heute ist der Bestand der Greifvögel wieder zahlreich und gesichert.

Vor allem fliegen grünliche Wellensittiche in großen Scharen umher und beleben die weiten Grasfluren mit ihrem farbenfrohen Gefieder. Rosenkakadus, Gelbhaubenkakadus und grau weiße Nymphensittiche flattern geräuschvoll zwischen ihren Futterplätzen am Boden hin und her, wo sie Samenkörner und Wurzeln verspeisen. Trappen sind echte Steppenvögel, doch nur eine einzige Art kommt in Australien vor. Wie alle Verwandten hält sich auch die Australische Trappe fast ausschließlich auf dem Boden auf. Erschreckt sich der Vogel, flüchtet er lieber laufend als das er davon fliegt. Der Große Emu (Dromaius novaehollandiae) war früher in nahezu allen Lebensräumen anzutreffen. Doch am wohlsten fühlen sich die Emus in der Grassteppe, wo sie in kleinen Gruppen umherziehen. Die großen flugunfähigen Vögel können den Ernten großen schaden zufügen. Sie wurden als Schädlinge betrachte und wurden massenhaft getötet. Obwohl der Emu dem Strauß ähnelt, gehören die beiden Vögel verschiedenen Familien an.

Foto Kurzschnabeligel: cc - Short-beaked Echidna (Tachyglossus aculeatus)
von Brian Gratwicke
Foto Skelett Tachyglossus aculeatus: cc - Echidna (Tachyglossus aculeatus) 
von Cliff
Foto Riesenkänguru: cc - Eastern Grey Kangaroo (Macropus giganteus) with Joey 
von Ron Knight
Foto Känguru: cc - 20110501_Sydney-Brisbane_089.jpg - von Christian Düsing