Thunfische haben einen eleganten Spindelkörper

Thunfische

Gelbflossen-Thunfisch (Thunnus albacares)

Thunfische sind durch zügellose Überfischung gefährdet

Thunfische kommen in allen tropischen, subtropischen und gemäßigten Meeren vor. Sie erreichen eine Körperlänge von 1 bis 4,5 Meter und ein Gewicht von 20 bis 700 kg. Vor der afrikanischen Westküste, im Golf von Guinea, leben große Scharen von Großaugen-Thunfische (Thunnus obesus) und Gelbflossen-Thunfische (Thunnus albacares). Die Thunfische jagen mit rasanten Schwimmbewegungen den Sardellen, fliegenden Fischen und anderen kleinen Beutetieren nach. Mehrere atlantische Thunfischarten kommen auch im Pazifischen Ozean vor, so auch der Großaugen- und der Gelbflossen-Thunfisch, der Bonito und der Weiße Thunfisch. Sie alle werden mit Angeln und Netzen gefischt.

Die Thunfische verfügen über eine Art Schutzfärbung oder Tarnung, wie bei vielen anderen Fischen auch, die sich zwischen der Meeroberfläche und der Tiefenschicht aufhalten. Die Oberseite des Körpers ist im allgemeinen sehr dunkel, meist dunkelblau. Die Unterseite ist sehr hell, silbrig oder sogar weiß. Ein so gefärbter Fisch ist in größerer Tiefe für einen über ihm schwimmenden Raubfeind nahezu unsichtbar. Die dunklen Töne verschmelzen mehr oder weniger mit dem dunklen Blaugrün, das in tieferen Schichten vorherrscht. Bewegt sich der Feind jedoch unterhalb, dann vermischt sich die silbrige oder weiße Farbe des Bauches mit den hellen Tönen des Oberflächenwassers und des Himmels, der sich darüber erstreckt.

Die Makrelen (Scombridae)

Die Makrelen haben einen spindelförmigen, seitlich zusammengerückten, gegen den Schwanz hin sehr schmalen Leib. Gewöhnlich sind sie mit kleinen, kaum wahrnehmbaren Schuppen besetzt und erscheinen deshalb glatt. Auch die Deckelstücke sind glatt, ohne Stacheln der Zähnelung; die Kiemenspalte ist fast geschlossen. Die harten Strahlen der Rückenflosse sind weniger entwickelt als die weichen. Auch die Rückenflossen sind zuweilen oder gar nicht mehr vorhanden. Die Familie der Makrelen im engeren Sinne sind die gestreckte Gestalt, zwei weit voneinander getrennte Rückenflossen und schwache Kiele an den Schwanzseiten. Sie haben spitzenlose Kiemendeckel und kegelförmige Kieferzähne in einfacher Reihe sowie Kiemenstrahlen.

Ein wichtiger Vertreter ist die Makrele (Scomber scombrus). Dieser schön gestaltete Fisch erreicht eine Länge von 40 bis ungefähr 60 cm. Er ist oben auf lebhaft blauem, goldig glänzenden Grund dunkel quergestreift und unten silberweiß. Man findet die Makrele in der Nord- und Ostsee, auch im Atlantischen Ozean und im Mittelmeer. Zum Laichen schwimmen sie wie die Heringe an die Küsten. Das Erscheinen der Makrelen an den Küsten wird überall mit Jubel begrüßt, denn sie gehören zu den ausgezeichnetsten und wichtigsten aller Seefische.

Fächerfische leben im offenen Ozeanen

Die Familie der Fächerfische (Istiophorus) unterscheidet sich von den vorhergehenden durch eine außerordlich hohe, selgelförmige Rückenflosse. Der Oberkiefer ist schwertförmig ausgezogen und mit Zähnen besetzt, auch der Unterkiefer ist verlängert. Der Fächerfisch (Istiophorus platypterus), der auch oft Segelfisch genannt wird, erreicht eine Länge von etwa 6 m und bevölkert die Indischen Meere. – Im Gegensatz dazu ist bei der Familie der Schwertfische nur der Oberkiefer schwertartig ausgezogen, enthält aber keine Zähne, sondern die Ränder selbst sind messerscharf. Ein Mitglied, der Schwertfisch (Xiphias gladius), 2,5 bis 3 m lang, hat keine Schuppen, sondern ist mit einer rauhen Haut bedeckt. Er wird sowohl an der süditalienischen Küste wie an der Ostküste der Vereinigten Staaten gefangen.

Foto: Von Elias Levy – CC BY 2.0.