Tausendfüßer haben viele Beine

Tausendfüßer (Pseudopolydesmus serratus)

Tausendfüßer (Pseudopolydesmus serratus)

Trotz ihres Namens haben Tausendfüßer selten mehr als 200 Beine und normal sind etwa 100. Die Tiere ernähren sich von faulenden Pflanzen und helfen dadurch, dass sie Gänge in Humus graben, den Boden gut zu durchlüften. Jedes Segment eines Tausendfüßer besteht aus zwei miteinander verwachsenen und hat daher zwei Beinpaare.

Bei Hundertfüßern gehört zu jedem Segment nur je ein Beinpaar. Die Beine heben sich nacheinander und bewegen sich in sehr kurzen Schritten. Die sich hebenden Beine bilden eine Welle, die sich vom Kopf bis zum Körperende fortsetzt. Bei großen Tausendfüßer können es bis vier bis fünf Beinpaare sein, die auf einmal vom Boden abgehoben werden. Die Kraft aus der gemeinsamen Anstrengung aller Beinpaare ermöglicht es dem Tier, sich auch in harten Boden einzugraben.

Riesentausendfüßer (Archispirostreptus gigas)

Riesentausendfüßer (Archispirostreptus gigas)

Die Riesentausendfüßer in Afrika werden bis zu 20 Zentimeter lang. In Malaysia leben ähnliche Tausendfüßer, die man häufig auf Waldpfaden antrifft, die aber nur halb so lang werden. Das Gift des mexikanischen Taußendfüßer wurde verwendet, um Pfeilspitzen zu vergiften.

Tausenfüßer Steckbrief

Systematik

  • ohne Rang: Bilateria
  • ohne Rang: Urmünder (Protostomia)
  • Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
  • Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
  • Unterstamm: Tausendfüßer
  • Wissenschaftlicher Name: Myriapoda
  • Klassen
  • Hundertfüßer (Chilopoda)
  • Wenigfüßer (Pauropoda)
  • Zwergfüßer (Symphyla)
  • Doppelfüßer (Diplopoda)
  • Tausendfüßer gehören zum Stamm der Gliederfüßer, zusammen mit den Insekten, Krebstieren und Spinnentieren. Ihr Körper besteht durchgehend aus einem Kopf und einem Rumpf.
  • Die Tiere atmen durch Tracheen, das sind feine Luftkanäle, die überall durch die Haut in den Körper führen.
  • Tausendfüßer leben gerne in feuchten Waldboden und Kompost. Sie helfen mit Humus zu bilden. Sie legen Eier, aus denen die Jungen schlüpfen. Die Tiere werden erst in der Dämmerung aktiv und schlafen am Tag. Je nach Art erreichen sie eine Größe von 5 bis 30 Zentimeter.
  1. Foto: cc – Katja Schulz
    2. Foto: Bernard DUPONT