Tauben sind sehr intelligente Vögel

Tauben

Tauben – Foto: Von Sophie Dale

Die bedeutende Gruppe der Tauben gibt es mit vielen geographischen Rassen in allen Teilen der Welt. Sie sind im wesentlichen Körnerfresser und halten sich daher gern auch auf den Boden auf. Im indoaustralischen Gebiet ist ihr Artenreichtum besonders groß. Sie sind vorwiegend Baumvögel, in der Regel gute Flieger mit kleinem Kopf und tiefer, gurrender Stimme. Nur einige sind Fels- oder Bodenvögel. Beim Trinken stecken die Tauben ihren Schnabel bis an die Nasenlöcher ins Wasser und saugen dann. Sie unterscheiden sich hierin von der Mehrzahl der anderen Vögel. Ihre meist schlitzförmigen Nasenlöcher sind von einer weichen Haut wie mit einer Kappe bedeckt. Der sehr entwickelte Kopf ist zu 2 Seitentaschen ausgebuchtet. Früchte und Sämereien bilden ihre bevorzugte Nahrung.

Fortpflanzung Tauben

Die meisten Taubenarten nisten auf Bäumen, einige in Baumhöhlen und an Felswänden, gelegentlich auch auf dem Boden. Das Gelege besteht in der Regel aus 2 weißen und ungefleckten Eiern. Die Brutdauer ist verhältnismäßig kurz. Bei vielen Arten finden mehrere Bruten im Jahr statt. Dabei beginnt die neue Brut bereits oft, bevor die vorhergehende bendet ist. Die Jungen sind blindgeborende Nesthocker, die nur spärlich mit rahmgelben Duhnen bedeckt sind. Sie werden in den ersten Tagen mit der sogenannten Kropfmilch gefüttert, einer bröckelig-käsigen Masse. Die bildet sich in den paarigen Seitentaschen des sehr entwickelten Kropfes bei beiden Eltern (bei der Haustaube bis zum 10. Tage nach dem Schlüpfen). Beim Füttern bohren die Jungen ihren Schnabel tief in den Schnabelwinkel der Eltern, welche ihren Kropfinhalt direkt in den Schnabel der Jungen auswürgen.

Die Ringeltaube kann gut hören und sehen

Ringeltaube

Ringeltaube

Unsere Ringeltaube siedelt sich überall an, wo sie  Bäume oder Hecken zum Nisten findet. Sie brütet in Wädern, vor allem in deren Randzonen, in Gärten und Parks von Städten und Dörfern. Sie ist etwas größer und langschwänziger als die Haustaube. An jeder Halsseite besitzt die Ringeltaube einen schmalen weißen Flecken und am Vorderrand des Flügels ist immer ein weißes Flügelfeld zu sehen. Beim Auffliegen lassen die Tauben oft ein lautes Flügelklatschen hören. Die beiden Geschlechter sind gleichen sich im Aussehen.

Foto: Von Lukáš Kadava

Die Hohltaube ist eher ein scheuer Vogel

Hohltaube

Hohltaube

Die Hohltaube ist bedeutend kleiner als die Ringeltaube, die lichte Wälder und offene Parklandschaften mit alten Bäumen besiedelt. Sie nistet in Bäumhöhlen mit 2 bis 3 Jahresbruten, die meist ineinandergeschachtelt sind. So werden in der alten Höhle die fast flüggen Jungen vom Männchen allein versorgt, während das Weibchen in einer benachbarten Bruthöhle bereits mit der Eiablage beginnt oder schon brütet. Im Winter trifft man die Hohltaube oft mit der Ringeltaube in Gesellschaft an.

Foto: Tony Hisgett – cc

Der Name der Türkentaube verrät ihre orientalische Herkunft

Türkentaube

Türkentaube

In den letzten Jahren hat sich die Türkentaube auch bis nach Deutschland ausgebreitet. Die zwei Eier liegen in einem flachen, mit einigen Grashalmen oder kleinen Wurzeln ausgelegten Nest, das meist in Büschen, aber auch auf Mauern steht. Die Türkentaube ist im Gefieder der Turteltaube ähnlich, aber etwas größer. Sie unterscheidet sich von dieser durch ihren ungefleckten Rücken. Die Altvögel zeigen ein schwarzes, nach oben weiß begrenztes Nackenband. Die Türkentaube ist generell graubraun gefärbt, wobei der Kopf und die Unterseite graurosa getönt sind. Die Augen sind tiefrot und beide Geschlechter unterscheiden sich im Gefieder nicht.

Foto: Von Marifer