Sternmull eine kuriose Gestalt unter den Säugern

Der Sternmull ist von anderen Maulwürfen gut zu erkennen. Er hat fingerförmige Hautanhänge an der Nase.

Der Sternmull ist ein seltsames Tier, der auch Sternnasenmaulwurf genannt wird. Mit seinen fleischigen Sternzotteln an der Nasenspitze kann er seine Beute aufspüren. Er hat 22 Fortsätze an der Nase, die sich zu einem sternförmigen, fleischigen Kranz ausbilden. Der Sternmull ist in der Lage bis zu 13 Beutetiere pro Sekunde zu berühren. Die kann er in Millisekunden blitzschnell verspeisen. Die meisten Beutetiere sind Raupen, Ringelwürmer und Larven. Der Sternmull kommt in Nordamerika vor. Er ist eine Säugetierart aus der Familie der Maulwürfe. Wie alle Maulwürfe legen Sternmulle unterirdische Gänge an. Am Tag und in der Nacht suchen sie nach fressbaren Beutetieren. Die Beute spüren die Tiere im Wasser auf, in unterirdischen Gängen und auch über dem Erdboden. Er wird mit zu den hässlichsten Tiere der Welt zugeordnet.

Der Sternmull hat eine sternförmige Supernase

Auf seiner sternförmigen Nasenspitze mit 22 Tentakeln des Sternmulls befinden sich über 100.000 Sinneszellen pro Quadrahtzentimeter Hautoberfläche. Damit kann der erdbewohnende Sternmull seine Beute ertasten. Generell haben die Tiere nicht nur ein sehr gutes Riechvermögen, sondern können sich ihre Nahrung sogar in Stereo erschnüffeln.

Steckbrief Sternmull

  • Wissenschaftlicher Name: Condylura cristata
  • Überordnung: Laurasiatheria
  • Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
  • Familie: Maulwürfe (Talpidae)
  • Unterfamilie: Neuweltmaulwürfe (Scalopinae)
  • Gattung: Condylura
  • Die Tiere erreichen eine Größe von 16 bis 20 cm.
  • Die Schwanzlänge kann von 6 bis 8 cm betragen.
  • Das Gewicht von 40 bis 85 g.
  • Die Länge der Hautanhänge betragen bis zu 4 mm.
  • Die Augen sind klein.
  • Die Tiere halten keinen Winterschlaf ab.

Verbreitung

Sternmulle kommen im östlichen Nordamerika, Manitoba und Labrador in Kanada vor.

Lebensraum

Die Tiere leben in Sumpfgebieten. Immer in Gewässernähe mit feuchten Böden, Wiesen und Wäldern.

Nahrung

Insekten, Larven, Würmer, Krebstiere, Wassertiere und kleine Fische. Würmer werden erschnüffelt und können in einer Viertelsekunde verspeist werden.

Fortpflanzung Sternmull

  • Die Paarung erfolgt einmal im Jahr in monogamer Lebensweise. Gewöhnlich nur für eine Saison.
  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt etwa 45 Tage.
  • Zwei bis sieben Jungtiere kommen zwischen April und Juni zur Welt. Die werden nach 3 bis 4 Wochen entwöhnt.
  • Mit 10 Monaten erreichen die jungen Sternmulle ihre Geschlechtsreife.
  • Die Tiere können ein geschätztes Alter bis zu ca. 4 Jahren erreichen.
  • Ihre Feinde sind Stinktiere, Marder, Greifvögel und Nerze.

Foto: von gordonramsaysubmissions – CC BY 2.0