Sternmull kuriose Gestalt unter den Säugern

Der Sternmull ist von anderen Maulwürfen an den fingerförmigen Hautanhängen an der Nase zu erkennen.

Der Sternmull ist ein seltsames Tier, der mit seinen fleischigen Sternzotteln an der Nasenspitze gut seine Beute aufspüren kann. Mit den 22 Fortsätzen an der Nase, die einen sternförmigen, fleischigen Kranz bilden, ist er in der Lage bis zu 13 Beutetiere pro Sekunde zu berühren und in Millisekunden blitzschnell zu verspeisen. Die meisten Beutetiere sind Raupen, Ringelwürmer und Larven, die der Räuber fängt. Der Sternmull kommt in ….

Nordamerika vor und ist eine Säugetierart aus der Familie der Maulwürfe. Wie alle Maulwürfe legen Sternmulle unterirdische Gänge an, die am Tag und in der Nacht nach fressbaren suchen. Beute spüren die Tiere im Wasser auf, in den unterirdischen Gängen und auch über dem Erdboden. Der Sternmull wird auch Sternnasenmaulwurf genannt und wird mit zu den hässlichsten Tiere der Welt zugeordnet.

Steckbrief Sternmull
– Wissenschaftlicher Name: Condylura cristata
– Überordnung: Laurasiatheria, Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla), Familie: Maulwürfe (Talpidae), Unterfamilie: Neuweltmaulwürfe (Scalopinae), Gattung: Condylura
– Größe: 16 bis 20 cm, die Schwanzlänge kann zwischen 6 bis 8 cm betragen, Gewicht zwischen 40 bis 85 g
– die Länge der Hautanhänge betragen bis zu 4 mm, die Augen sind klein
– die Tiere halten keinen Winterschlaf ab
– Verbreitung: Im östlichen Nordamerika (von Manitoba und Labrador in Kanada)
– Lebensraum: Gebiete in Gewässernähe, feuchte Böden, Wiesen und Wälder,  Sumpfgebiete
– Nahrung: Insekten, Larven, Würmer, Krebstiere, Wassertiere und kleine Fische
Fortpflanzung Sternmull
– die Paarung erfolgt einmal im Jahr in monogamer Lebensweise, gewöhnlich nur für eine Saison
– die Tragzeit der Weibchen beträgt ca. 45 Tage, die Jungtiere (zwei bis sieben) kommen zwischen April und Juni zur Welt, die nach 3 bis 4 Wochen entwöhnt werden
– mit 10 Monaten erreichen die jungen Sternmulle ihre Geschlechtsreife und können ein geschätztes Alter bis zu ca. 4 Jahren erreichen
– Feinde: Stinktiere, Marder, Greifvögel und Nerze

Foto: von gordonramsaysubmissions – CC BY 2.0