Die Steppe ernährt viele Tierarten

Tiere in der Steppe

Die Steppe ist ein Lebensraum und Nahrungsquelle für viele verschiedene Tiere.

Die Steppe ist eine baumlose Gras- und Krautlandschaft der gemäßigten Breiten. Die Steppentiere verwerten praktisch die gesamte Vegetation, die sich als Nahrung eignet. Ein und dieselbe Graslandschaft kann zu gleicher Zeit so unterschiedliche Tiere wie Flusspferde, Nashörner, Elefanten, Kafferbüffel, Giraffen, Antilopen, Warzenschweine, Hasen, Trappen, allerlei Greifvögel, Kraniche sowie ungezählte Wirbellose ernähren. Die großen Weidetiere nutzen dabei zwei der drei Schichten des Graslandbiotops aus. Zu den Weidetieren in der Steppe gesellen sich aber noch zahllose andere Lebewesen, große und kleine. Viele Insekten, manche Frösche und zahlreiche Säugetiere leben fast ausschließlich in der Krautschicht. Störche, Kraniche und Rauhfußhühner bilden eine andere wichtige Gruppe, die in der Krautschicht und auf dem Boden heimisch sind.

Tiere in der Steppe

Steppentiere

Bisons in der Steppenlandschaft.

Viele kleinere Tiere nutzen nicht nur eine Erdschicht. Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Erdhörnchen suchen ihre Nahrung auf dem Boden, leben aber unter der Erde. In der unterirdischen Schicht der Steppenlandschaft, die sich unseren Blicken entzieht, wimmelt es förmlich von Leben. So hausen z.B. etwa 47 Prozent der Steppensäugetiere unter der Erde, aber nur 6 Prozent der Waldtiere. Maulwürfe, Wiesel, Gürteltiere, Käfer, Schuppentiere, Mäuse, Würmer, Wespen, Spinnen, Termiten, Schildkröten, Eidechsen, Schlangen und eine große Anzahl anderer Tiere bewohnen die Steppe unter dem Gras. Manche dringen noch tiefer hinab als die Graswurzeln. Die nordamerikanische Klapperschlange stellt noch in den Tiefen von fast sechs Metern den Präriehunden in ihren Bauen nach.  Präriebewohnende Ameisen legen ihre Gänge bis zu drei Meter tief an, also ein gutes Stück unter den Wurzelsystemen der Pflanzen.

Alle Organismen, die über, in oder unter dem Gras der Steppe leben, bilden zusammen ein kompliziertes Gewebe ökologischer Abhängigkeiten und Beziehungen. Der Schlüssel zu diesem Gefüge ist das Gras selbst. Sein dichtes Wurzelgeflecht schützt den Boden, auf dem das gesamte System beruht. Eine dichte Grasdecke kann die Sonnenhitze im Boden um 15 Celsiusgrade senken; sie hindert das Erdreich daran, sich zu einer undurchdringlichen Kruste zu verhärten. Auch lässt sie Feuchtigkeit in den Boden einsickern, während sie ihn gleichzeitig vor dem Aufprall des Regens bewahrt.

  1. Foto: Von Jordan Heinrichs
  2. Foto: Taun Stewart