Steinkauz eine kleine, kurzschwänzige Eulenart

Steinkauz-Pärchen in der Paarungszeit.

Ein Steinkauz-Pärchen in der Paarungszeit.

Eulen sind Raubvögel, unterscheiden sich aber von den eigentlichen Greifvögeln dadurch, dass sie fast ausschließlich in der Dunkelheit jagen. Der Steinkauz (Athene noctua) kann leicht mit dem Sperlingskauz verwechselt werden und ist ein

ortstreuer Standvogel. Selbst im strengen Winter verbleibt er in seinem Revier sucht nach Beute am Tag sowie in der Nacht. In Deutschland ist der Steinkauz eine bedrohte Vogelart.

Steinkauz Steckbrief

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Eulen (Strigiformes)
  • Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
  • Gattung: Steinkäuze (Athene)
  • Art: Steinkauz
  • Wissenschaftlicher Name: Athene noctua
  • Größe Kennzeichen: Die Steinkäuze sind knapp 22 cm groß. Gekennzeichnet durch geringe Größe, geduckte Haltung und flachköpfiges Aussehen. Die Oberseite ist dunkelbraun, dicht weiß gefleckt und gebändert. Die Unterseite ist weißlich, breit dunkelbraun gestreift. Die niedrige Stirn und die gelben Augen verleihen den kleinen Greifvogel ein wildes, finsteres Aussehen.
  • Der Vogel ist oft am Tage zu beobachten. Er sitzt auf Telegraphenmasten und Zäunen. Er knickst und verbeugt sich, wenn er argwöhnisch ist. Der Flug vom Steinkauz ist niedrig und schnell, in tiefen Wellenlinien.
  • Nahrung: Der kleine Kauz frisst hauptsächlich Insekten, kleine Nagetiere und seltener Vögel. Er ist ein Ansitzjäger, der auch im niedrigem Flug und zu Fuß am Boden jagt.
  • Steinkauz Ruf ist ein schrill durchdringendes „kwiu“, ferner ein weiches, klagndes hochgezogenes „ghuk“.
  • Feinde: Hermelin, Mauswiesel, Ratten, Marder und andere große Eulenarten.

Vorkommen

  • Gewöhnlich kommen Steinkäuze in offenem Kulturland oder in steinigem Ödland vor. Sie nisten in Baumhöhlen, besonders in gekappten Weiden, Felsen, Gebäuden und Erdbauen.
Ein verliebstes Steinkauz-Pärchen.

Ein verliebtes Pärchen.

Fortpflanzung Steinkauz

  • Steinkäuze bleiben ein Leben lang in Dauerehe zusammen.
  • Die Balz der Vögel beginnt Ende Februar bis Mitte April.
  • Das Weibchen legt 3 bis 7 Eier ins Nest.
  • Nach einer Brutzeit von 24 bis 28 Tagen schlüpfen die Jungen aus. Die Nestlingszeit beträgt 30 bis 35 Tage.
  • Etwa 1 Woche nach dem Verlassen der Bruthöhle können die Jungvögel fliegen und werden noch weitere 5 Wochen von den Altvögeln mit Futter versorgt.

Froscharten in Deutschland: Grasfrosch
Zugvögel: Storch

Fotos: ccSteinkauze, Athene noctua, little owl – dietmarnill