Steinkauz ist eine kleine, kurzschwänzige Eulenart

Steinkauz

Steinkauz

Eulen sind Raubvögel, unterscheiden sich aber von den eigentlichen Greifvögeln dadurch, dass sie fast ausschließlich in der Dunkelheit jagen. Der Steinkauz (Athene noctua) kann leicht mit dem Sperlingskauz verwechselt werden und ist ein ortstreuer Standvogel. Selbst im strengen Winter verbleibt er in seinem Revier und sucht nach Beute am Tag sowie in der Nacht. In Deutschland ist der Steinkauz eine bedrohte Vogelart. Seinem Brutrevier bleibt der Steinkauz ein Leben lang treu. Wenn die Jungvögel nach zwei bis drei Monaten das elterliche Revier verlassen, siedeln sich die Vögel meist nur wenige Kilometer vom Geburtsort an. Steinkäuze bevorzugen in Mitteleuropa Nistplätze in Baumhöhlen und das am liebsten in alten Kopfweiden oder Obstbäumen. In Südeuropa dagegen häufig in Felshöhlen oder an Gebäuden.

Steinkauz Steckbrief

Steinkauz NistkastenSystematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Eulen (Strigiformes)
  • Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
  • Gattung: Steinkäuze (Athene)
  • Art: Steinkauz
  • Wissenschaftlicher Name: Athene noctua
  • Größe Kennzeichen: Die Steinkäuze sind knapp 22 cm groß. Gekennzeichnet durch geringe Größe, geduckte Haltung und flachköpfiges Aussehen. Die Oberseite ist dunkelbraun, dicht weiß gefleckt und gebändert. Die Unterseite ist weißlich, breit dunkelbraun gestreift. Die niedrige Stirn und die gelben Augen verleihen den kleinen Greifvogel ein wildes, finsteres Aussehen.
  • Der Vogel ist oft am Tage zu beobachten. Er sitzt auf Telegraphenmasten und Zäunen. Er knickst und verbeugt sich, wenn er argwöhnisch ist. Der Flug vom Steinkauz ist niedrig und schnell, in tiefen Wellenlinien.
  • Nahrung: Der kleine Kauz frisst hauptsächlich Insekten, kleine Nagetiere und seltener Vögel. Er ist ein Ansitzjäger, der auch im niedrigem Flug und zu Fuß am Boden jagt.
  • Steinkauz Ruf ist ein schrill durchdringendes „kwiu“, ferner ein weiches, klagndes hochgezogenes „ghuk“.
  • Feinde: Hermelin, Mauswiesel, Ratten, Marder und andere große Eulenarten.

Vorkommen

  • Gewöhnlich kommen Steinkäuze in offenem Kulturland oder in steinigem Ödland vor. Sie nisten in Baumhöhlen, besonders in gekappten Weiden, Felsen, Gebäuden und Erdbauen.

Fortpflanzung Steinkauz

  • Steinkäuze bleiben ein Leben lang in Dauerehe zusammen.
  • Die Balz der Vögel beginnt Ende Februar bis Mitte April.
  • Das Weibchen legt 3 bis 5 weiße Eier ins Nest.
  • Nach einer Brutzeit von 24 bis 28 Tagen schlüpfen die Jungen aus. Die Nestlingszeit beträgt 30 bis 35 Tage. Eine Brut im Jahr.
  • Etwa 1 Woche nach dem Verlassen der Bruthöhle können die Jungvögel fliegen und werden noch weitere 5 Wochen von den Altvögeln mit Futter versorgt.
  1. Foto: Von Alex Makarov
  2. Foto Nistkasten Steinkauz: tiernah.com

Froscharten in Deutschland: Grasfrosch
Zugvögel: Storch