Spinnen (Araneae) sind für das Ökosystem unverzichtbar

Tarantel (Aphonopelma chalcodes)

Die Spinne Tarantel (Aphonopelma chalcodes).

Spinnen ernähren sich hauptsächlich von Insekten, die sie meist mit ihren geschickt aufgestellten Netzen einfangen und so erheblich dezimieren. Die Tiere teilen ihr Gift aus, wenn sie mit ihren Kieferfühlern oder ….

Cheliceren zubeißen. Die Amerikanische Tarantel ist eine Wüstenspinne, die furchterregend aussieht, wollig schwarz behaart und so groß wie eine Menschenhand ist. Wird ein Mensch von der Amerikanischen Tarantel gebissen, endet das nicht tödlich, ist aber sehr schmerzhaft. Nur wenige Spinnenarten sind für ausgewachsene Menschen gefährlich. Dazu zählt die Bananenspinne, die Trichterspinne oder die Schwarze Witwe.

Kleine Schwarze Witwe

Die kleine Schwarze Witwe misst nur einen Zentimeter und mit ihrem Gift kann sie sogar einen Menschen töten. Die Weibchen sind sehr aggressiv und fressen die Männchen nach der Paarung auf. Daher stammt auch ihr Name ab. Das Gift der Spinne dient nicht nur zum Fangen von Beutetieren, sondern es ist auch eine Verteidigungswaffe.

Vogelspinne

Die Vogelspinne aus den tropischen Wäldern beißt nur selten und kann, wenn auch vorsichtig, in die Hand genommen werden. Sie ernährt sich von großen Insekten und von Vögeln. Die Vogelspinne erreicht einen Durchmesser von bis zu 25 cm, die ein Alter bis zu 20 Jahre erreichen kann.

Falltürspinne und Piratenspinne

Die Falltürspinne lebt in einer mit Seide ausgekleideten Röhre in der Erde, auf der sich eine Art Falltür befindet. Wenn ein Beutetier die Stolperfäden um den Eingang berührt, schießt die Spinne hervor und ergreift die Beute. Die Piratenspinne lebt im Sumpfland und ist stark genug, um kleine Elritzen zu fangen, die knapp unter der Wasseroberfläche schwimmen.

Wolfsspinne

Wolfsspinnen durchleben eine gefährliche Paarungszeit. Das Männchen muss das größere Weibchen nämlich zunächst davon überzeugen, dass es kein potentielles Beutetier ist. Das bedeutet ein stundenlanges Posieren und Signalisieren mittels der Fühler auf seinem Kopf, ehe es das Sperma durch seine Scherentaster auf das Weibchen übertragen kann. Das Weibchen trägt ihre Eier dann in einer Seidenkugel mit sich herum. Nach dem Schlüpfen reiten die Jungen auf ihr, bis sie sich selbst versorgen können.

Spinnen scheiden aus den Spinndrüsen an ihrem Hinterleib verschiedene Arten von Seide aus. Die Fäden des Spinnennetzes werden durch mikroskopisch kleine Tröpfchen stramm gehalten, die gleichzeitig mit der Seide ausgeschieden werden. Ihre Oberflächenspannung zieht die Seide zusammen, aber sobald eine Fliege in das Netz gerät, gibt die Faser nach, so dass das Netz durch den Aufprall nicht zerrissen wird. Viele Spinnen bemerken ein sich in ihrem Netz windendes Insekt an den Vibrationen, die durch die Seide übertragen werden. Vor allem für die blinden Spinnen, die in den Regenwäldern leben, ist diese Fähigkeit wichtig.

Steckbrief Spinnentiere

Die Europäische Schwarze Witwe oder Mediterrane Schwarze Witwe (Latrodectus tredecimguttatus).

Die Europäische Schwarze Witwe oder Mediterrane Schwarze Witwe (Latrodectus tredecimguttatus) ist vorwiegend in Steppengebieten mit wenig Vegetation zu finden.

Systematik

  • Unterabteilung: Bilateria
  • ohne Rang: Urmünder (Protostomia)
  • Überstamm: Häutungstiere (Ecdysozoa)
  • Stamm: Gliederfüßer (Arthropoda)
  • Unterstamm: Kieferklauenträger (Chelicerata)
  • Klasse: Spinnentiere
  • Wissenschaftlicher Name: Arachnida
  • Zu den Spinnentieren (Arachnida) gehören die Webspinnen, Weberknechte, Skorpione, Pseudoskorpione, Milben und Zecken.
  • Es gibt weltweit etwa 45.000 Arten von Spinnen. Jedes Jahr kommen neue Spinnenarten dazu.
  • Größe der Spinnen 0,4 bis über 10 cm.
  • Maximales Gewicht der Tiere 130 g.
  • Die Farben der Körpersind schwarz, braun, gelb und rot.
Große Winkelspinne (Eratigena atrica)

Große Winkelspinne (Eratigena atrica)

  • Aussehen: Eine Spinne hat vier Paar Laufbeine, was sie von Insekten unterscheidet, die über drei verfügen.
  • Die Larven vieler Milbenarten haben nur sechs Beine.
  • Ein Spinnennetz besteht aus klebrigen und nicht klebrigen Spinnenfäden.

Nahrung

Eine Spinne fängt Mücken, Käfer und die eigene Art.

Lebensraum

Spinnen halten sich in Wälder und Wiesen auf.

Paarungszeit

  • Die Tiere paaren von Juni bis Oktober.
  • Bei den landlebenden Arte, nicht bei der Wasserspinne, gibt es häufig eine innere Befruchtung durch ein Gebilde was einen Penis ähnelt. Das ist bei Weberknechten der Fall.
  • Die Männchen anderer Gruppen z.B. die Skorpione sowie die meisten Milben legen Spermienpakete ab. Die werden von den Weibchen aufgenommen.

Insektenarten: Steckbrief Libellen
Affen: Steckbrief Kapuzineraffen

1. Foto Tarantel: ccAphonopelma chalcodes – von DVL-91
2. Foto Spinne: cc – Latrodectus tredecimguttatus female PR0261 – von Walter P. Pfliegler
3. Foto: cc – Female Eratigena atrica – von kyrontf