Der Specht

Specht

Specht

Es gibt etwa 200 Spechtarten weltweit. Die Vögel haben sich hervorragend an das Leben auf Bäumen in den bewaldeten Regionen angepasst. Mit ihren Kletterfüßen und den langen, stark gebogenen Krallen kann ein Specht sich gut in der Rinde festhalten. Der steife Schwanz des Vogels dient ihn als Stütze. Mit seinem kräftigen, meißelähnlichen Schnabel hämmern die Spechte an Baumstämmen Insektenlarven heraus oder bauen sich eine Nisthöhle. Die Zunge des Spechts ist sehr lang, dünn und hat an der Spitze einen Widerhaken. Hat ein Specht einen Insektengang geöffnet, spießt er sein Opfer damit auf und zieht es heraus.

Specht Geräusch

Im Frühling hört man in der Balz das charakteristische Klopfen der Spechte. Mit Hilfe ihrer Schnäbel hämmern sie schnelle Trommelwirbel auf Baumstämmen, dass gleichzeitig zur Revierabgrenzung dient. Der Grünspecht hat gelernt, wie man einen Bienenstock öffnen kann, um an Larven und den Honig zu kommen. Oft kann man  Spechte im Wald beobachten, wenn sie spiralförmig an Stämmen sich hocharbeiten. Die Spechtvögel suchen dann nach Insektenlarven, die ihre Lieblingsnahrung ist. Der amerikanische Eichelspecht meißelt Löcher in die Rinde von Bäumen und lagert darin Eicheln für den anstehenden Winter ein.

Spechte in Deutschland

Der Buntspecht kommt in Deutschland am häufigsten vor, den man in Laub- und Nadelwälder, Parks und in Gärten zu Gesicht bekommt. Das Männchen erkennt man an einen roten Nackenfleck. Das Männchen und Weibchen zimmern sich jedes Jahr eine neue Behausung. Für die neue Bruthöhle suchen sich die Spechte häufig abgestorbene Bäume aus, die leichter auszuhöhlen sind.

Der Grünspecht ernährt sich überwiegend von Ameisen. Die Spechte hinterlassen in ihrem Leben viele Spechthöhlen. Andere Höhlenbewohner wie der Star, Kleiber, Kohlmeise, Gartenrotschwanz und der Trauerschnäpper nutzen die Unterkünfte für die eigene Fortpflanzung. Selbst der Siebenschläfer, die Hornisse und Fledermäuse nisten sich in den Höhlen ein.

Der Mittelspecht ähnelt dem Buntspecht, ist aber ein Stück kleiner. Der Specht kann auch mit dem Blutspecht oder den Weißrückenspecht verwechselt werden. Der Vogel bnötigt in seinem Lebensraum Wälder mit alten, grobrindigen Baumbestand. Der Mittelspecht hat eine große Anzahl von Feinden, der HabichtEichhörnchen, Waldkauz, Sperber und Baummarder.

Mit einer Länge bis zu 50 Zentimeter ist der Schwarzspecht der Größte Specht in unseren Breiten. Das Männchen kann man gut am komplett roten Scheitel erkennen. Das Weibchen hat dagegen nur einen roten Nackenfleck. Der Specht benötigt für seinen Lebenraum alte Baumbestände. Der Schwarzspecht ist keine bedrohte Vogelart, ist aber von der forstwirtschaftlichen Nutzung abhängig. Viele Höhlenbrüter wie die Hohltaube, Haselmaus, Dohle und der Raufußkauz nutzen die ausgedienten Höhlen der Spechte. Wespen  bauen auch ihre Nester in den Unterkünften und ziehen ihre Brut darin hoch.

Foto: Jac. Janssen – cc