Silberreiher (Ardea Alba)

Silberreiher mit seinen langen Schulterfedern, die sein Körperende überragen.

Silberreiher mit seinen langen Schulterfedern, die sein Körperende überragen.

Der Silberreiher ist knapp so groß wie ein Graureiher und ist im Brutkleid rein weiß wie auch der Seidenreiher, der wesentlich kleiner ist. Die Schulterfedern des Silberreihers überragen die Körperlänge. Ihre Fahnen sind in feine …

Federstrahlen aufgelöst und bilden die einst für Modezwecke viel verwendeten Reiherfedern. Wie die anderen Reiher besitzen auch die Siberreiher Puderdaunen, mit denen sie den Schleim der Fische von ihren Federn putzen. Sie brüten in großen Kolonien und bauen in Bäumen große, unordentliche Nester.

Silberreiher gehören zur Familie der Reiher. Ihr Name geht auf ihr sehr feines Brustgefieder zurück. Im 19. Jh. wurden die Vögel wegen ihrer schmucken Federn stark bejagt. Die Nachfrage der Reichen und Berühmten nach modischen Federhüten und Boas war sehr groß. Die Silberreiher gehören zur selben Familie an wie Waldrapp, Rohrdommel, Schwarzstorch, Löffler und Ibiss. Die meisten Arten haben lange Schnäbel und Beine und sind Watvögel. Sie suchen alle in den seichten Uferregionen von Seen und Flüssen nach Nahrung

Silberreiher Steckbrief

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)
  • Familie: Reiher (Ardeidae)
  • Unterfamilie: Tagreiher (Ardeinae)
  • Gattung: Ardea
  • Art: Silberreiher
  • Wissenschaftlicher Name: Ardea alba
  • Der große weiße Reiher hat einen gelben Schnabel, dunkle Beine und Füße.
  • Seine Länge beträgt 85 bis 100 cm, Flügelspannweite 145 bis 170 cm, Gewicht 1 bis 1,5 kg.
  • Der Vogel hat keine Schmuckfedern am Hinterkopf.
  • Stimme/Ruf des Vogels ist ein krächzendes “rha”.
  • Die Vögel können ein Alter von etwa 20 Jahren erreichen.
  • Von der IUCN wird der Silberreiher als eine nicht gefährdete Art eingestuft.
  • Vorkommen: In Mitteleuropa ist der Silberreiher ein häufiger Brut- und Jahresvogel. Das Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile von Ost- und Südeuropa, Nord-, Mittel- und Südamerika, Asien und Afrika.
  • Nahrung. Der Reiher frisst überwiegend Fische, die er durch das Waten im Seichtwasser erbeutet. Es werden Kleinsäuger, Insekten, Amphibien, Reptilien, Würmer und Küken von anderen Wasservögeln erbeutet.
  • Wanderungen: Die Art überwintert bereits im Mittelmeergebiet. Im März kommen die Vögel zu ihren Brutplätzen zurück. Mit Beendigung der Brutzeit, spätestens im Herbst verlassen sie diese wieder.
  • Feinde: Fuchs, Marder, Marderhund, Raben, Geier, und Waschbär.

Fortpflanzung

  • Silberreiher brüten in Kolonien und auch einzeln.
  • Ein Nest bauen die Vögel auf dem Boden in dichtem Röhricht oder in tieferes Gestrüpp.
  • Brutzeit der Watvögel ist von April bis Mai, es wird eine Jahresbrut gesetzt.
  • Das Gelege besteht aus 3 bis 5 hellblauen Eiern. Beide Altvögel bebrüten die Eier.
  • Die Brutdauer beträgt etwa 26 Tage.
  • Mit 40 bis 50 Tagen werden die Jungreiher flügge.

Hirsche in Deutschland: Damhirsch
Wildpferde: Przewalski-Pferd

Foto: ccGreat Egret – Ardea alba – 1 RareBird (402)