Seekühe stammen von Landsäugern ab

Dugong frisst Seegras.Seekühe sind pflanzenfressende Säugetiere und es gibt heute noch vier lebende Arten. Sie leben im tropischen Westatlantik, an der westafrikanischen Küste, im Mündungsgebiet des Amazonas und Orinokos. Sie leben ausschließlich

vegetarisch und fressen praktisch alle Wasserpflanzen. Ihre Zähne nutzen sich schnell ab, werden aber ständig von hinteren Kiefer her ersetzt. Die Nasenlöcher befinden sich oben am Kopf, so dass die Tiere zum Atmen nicht mit dem ganzen Körper aus dem Wasser kommen müssen. Ihre breiten Oberlippen sind mit empfindlichen Tasthaaren bedeckt. Seekühe sind sehr empfindlich gegen Temperaturschwankungen des Wassers und können bei kaltem Wetter nicht überleben.

Foto: ccDugong – von flickkerphotos

Seekuh Manati

Der Manati besitzt Brustdrüsen, die denen des Menschen ähneln. Vermutlich deshalb glaubt man weiterhin, dass diese Tiere der Grund für den Glauben an Meerjungfrauen sind. Die Seekuh Manati und die Dugong Seekuh gehören zur Ordnung der Seekühe oder Sirenia. Sie sind benannt nach den Sirenen, die der Sage nach Odysseus und seine Gefährten fast in den Tod gelockt hätten.

In Amazonien, Mittelamerika und Westafrika leben drei Manati-Arten. Der Dugong ist an den nordaustralischen und indopazifischen Küsten zu Hause. Seekühe haben nur wenige natürliche Feinde. Aber früher wurden sie in großer Zahl wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches abgeschlachtet. Die Steller Seekuh, die bis ins 18. Jahrhundert vor den Commander-Inseln vor der Küste Alaskas lebte, war doppelt so groß wie die heute noch lebende Art. Sie wurde innerhalb von nur 3o Jahren nach ihrer Entdeckung vollständig ausgerottet.

Seekühe Steckbrief

Systematik

  • Klasse: Säugetiere
  • Ordnung: Seekühe
  • Familie: Gabelschwanzseekühe / Rundschwanzseekühe
  • Gattung: Dugong / Trichechus
  • Art: Dugong / Amazonas-Manati, Karibik-Manati, Afrikanischer Manati
  • Wissenschaftlicher Name: Sirenia
  • Die nächsten Verwandten der Seekühe sind die Elefanten
  • Seekühe halten in Küstennähe oder im Süßwasser auch in flachen Gewässerabschnitten auf.
  • Die massigen Tiere haben einen zylindrischen Körper mit einer Länge von 2,3 bis 4,5 m, Gewicht 200 bis 900 kg.
  • Die Lamatins sind schwerfällige und friedliche Vegetarier, die mit ihren massigen und rundlichen Körper tatsächlich an Kühe erinnern. Sie sind nicht mit ihnen verwandt.
  • Alter Manatis etwa 40 Jahre, Dugons 60 Jahre. Die Tiere sind Einzelgänger und vom Aussterben bedroht.
  • Seekühe sind eine gefährdete Tierart.
  • Nahrung: Eine Seekuh ernährt sich von ausschließlich von Unterwasserpflanzen.
  • Lebensraum: In Ufernähe von Flüssen und Gewässern in den tropischen Klimazonen.

Vorkommen/Verbreitung: Die Tiere kommen in Afrika, Asien, Amerika und Australien vor.

Fortpflanzung Seekühe

  • Es gibt bei Seekühen keine begrenzte Paarungszeit.
  • Das Weibchen hat im Jahr mehrfach einen Eisprung und paart sich im Wasser mit mehreren Männchen, die keine Rivalenkämpfe ausfechten.
  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt 12 bis 14 Monate und ein Jungtier wird im Wasser geboren das gleich an die Wasseroberfläche schwimmt.
  • Etwa 18 Monate wird das Jungtier von der Mutter gesäugt und bleibt danach noch einige Monate mit der Mutter in Verbundenheit. Mit 6 bis 10 Jahren wird die Geschlechtsreife erreicht.
  • Die Weibchen sind liebevolle Mütter, die mit ihren Kälbern durch Schreien, Pfeifen und Quietschen kommunizieren.

Hinweis: Wasserpflanzen in deutschen Gewässern
Taubenrassen: Steckbrief Brieftaube