Seegurken (Holothuroidea)

Plankton fressende Seegurke (Cucumaria miniata).

Die Plankton fressende Seegurke (Cucumaria miniata).

Die Seegurken auch Seewalzen genannt mussten sich auf vielerlei Weise an die Druckverhältnisse, die Kälte und die Dunkelheit der Tiefsee anpassen. Am Meeresgrund in einer lebensfeindlichen Unterwasserwelt liegen die Tiere regungslos am Grund. Seegurken kommen nahezu in allen Tiefen der Meere vor und können überall existieren. Es gibt etwa 1200 Arten von Seegurken zu denen auch die Seesterne und Seeigel gehören.

Steckbrief Seegurken

Die Königsseegurke (Stichopus regalis) erreicht eine Länge bis zu 35 cm.

Die Königsseegurke (Stichopus regalis) erreicht eine Länge bis zu 35 cm.

Systematik
– Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
– Unterabteilung: Bilateria
– Überstamm: Neumünder (Deuterostomia)
– Stamm: Stachelhäuter (Echinodermata)
– Unterstamm: Eleutherozoen (Eleutherozoa)
– Klasse: Seegurken
– Wissenschaftlicher Name: Holothuroidea

Die schwimmende Seegurke (Enypniastes eximia) erreicht eine Länge zwischen 6 bis 25 cm.

Die schwimmende Seegurke (Enypniastes eximia) erreicht eine Länge zwischen 6 bis 25 cm.

– Größe: Die Seewalzen gibt es von einem Millimeter bis Zweieinhalb Metern
– der muskulöse Körper, der fast nur aus Haut und Muskeln besteht ist lang und walzenförmig, am Vorderende befindet sich Mundöffnung mit Tentakeln
– eine Besonderheit ist, dass Seegurken Wasserlungen besitzen, bei denen es sich um Ausstülpungen des Enddarms handelt
– die Farbe der Tiere reicht von Schwarz bis Pink, bei wenigen Arten ist die Haut mit Stacheln bedeckt

Die Ananas-Seewalze (Thelenota ananas) lebt in Tiefen zwischen 2 bis 30 Metern.

Die Ananas-Seewalze (Thelenota ananas) lebt in Tiefen zwischen 2 bis 30 Metern.

– Seegurken haben eine besondere Strategie gegen Feinde, kommt ihnen ein Raubfisch zu nahe stoßen sie einen Teil ihrer Eingeweide aus, die Cuvierschen Schläuche sind lange, klebrige Fäden, womit Feinde verwirrt werden oder sogar gelähmt werden können, für Fische kann das auch tödlich enden, die Kleborgane erneuern sich schnell wieder
– manche Arten müssen auch  parasitierende Fische (Eingeweidefische) in sich ertragen, die sich in die Afteröffnung einnisten und an den inneren Organen der Seegurken knabbern
– Nahrung: Plankton und winzige Partikel aus dem Sediment
– die Fortpflanzung der Seegurken erfolgt getrenntgeschlechtlich, dabei geben Männchen und Weibchen ihre Geschlechtsprodukte gleichzeitig ins Meerwasser ab

Wildlebende Hühnerrassen: Haselhuhn
 Kranicharten: Mandschurenkranich
1. Foto Seegurke: cc - sea cucumber - von Sherry
2. Foto: cc - sea cucumber - von stuartcole75
3. Foto: cc - enypniastes - von JesseClaggett
4. Foto: cc - Pineapple Sea Cucumber - von Richard Ling