Schwarzspitzen-Riffhai und Weißspitzen-Riffhai

Der Schwarzspitzen-Riffhai

Der Schwarzspitzen-Riffhai kann durch Bedrohung von Menschen auch aggressiv reagieren.

Der Schwarzspitzen-Riffhai (Carcharhinus melanopterus) ist ein perfekter Jäger aus der Tiefe. Haie gelten allgemein zu den furchterregendsten Tieren der Welt. Heute sind sie die Gejagten und werden von den Menschen gnadenlos verfolgt. Haie sind keine Menschenfresser und müssen dringend vor der Ausrottung geschützt werden.

Schwarzspitzen-Riffhai Steckbrief

Systematik

  • ohne Rang: Haie (Selachii)
  • Überordnung: Galeomorphii
  • Ordnung: Grundhaie (Carcharhiniformes)
  • Familie: Requiemhaie (Carcharhinidae)
  • Gattung: Carcharhinus
  • Art: Schwarzspitzen-Riffhai
  • Wissenschaftlicher Name: Carcharhinus melanopterus
  • Ausgewachsene Schwarzspitzen-Riffhaie haben eine Körperlänge von 160 bis 200 cm.
  • Die Haie gehören zur Familie der Requiem- oder Grauhai.
  • Sie haben eine breite und stumpfe Schnauze, sie gehören zu den Knorpelfischen.
  • Die Grundfarbe ist grau bis graubraun, die Bauchseite ist weißlich gefärbt.
  • Flossen der Tiere haben unterschiedliche ausgeprägte schwarze Spitzen mit einem schwarzen Saum an der Schwanzflosse.
  • Erste Rückenflosse hat eine markante schwarze Spitze, die sich unten durch einen weißlichen Rand von der Rückenfärbung deutlich absetzt.
  • Die äußerst zweite Rückenflosse befindet sich weit hinten. Die gegabelte Schwanzflosse ist im oberen Bereich erheblich länger als im unteren Teil.
  • Vor dem Brustflossen besitzen Schwarzspitzen-Riffhaie auf jeder Seite jeweils fünf Kiemenspalten.
  • Die Zähne im Oberkiefer sind deutlich breiter als im Unterkiefer. Bei Verlust eines Zahnes wächst gleich ein Reservezahn nach.
  • Die Augen verfügen über eine reflektierende Schicht, dem sogenannten Tapetum cellulosum lucidum, die geringes Restlicht verstärkt und die Haie bei fast völliger Dunkelheit sehen lässt.
  • Der Geruchssinn befähigt die Haie einen Tropfen Blut auf eine Million Liter Wasser zu registrieren.
  • Schwarzspitzen-Riffhaie sind schnelle und gewandte Schwimmer und haben keine Schwimmblase. Sie müssen ständig schwimmen, um nicht auf dem Meeresboden abzusinken.
  • Lt. „IUCN“ sind Schwarzspitzen-Riffhaie eine gefährdete Art.
  • Ein Schwarzspitzen-Riffhai kann ein Alter von 35 bis 40 Jahren erreichen.

Verbreitung

  • Die Raubfische kommen indopazifik bis Japan und Hawaii. Auch im Roten Meer und im östlichen Mittelmeer sind sie eingewandert.

Nahrung

Fortpflanzung Schwarzspitzen-Riffhai

  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt etwa 9 Monate und kann im Roten Meer und im Mittelmeer bis zu ca. 16 Monate betragen.
  • Es werden 2 bis 6 Jungtiere lebend geboren (Geburtslänge 35 bis 55 cm), wobei die Mutter sich nicht weiter um den Nachwuchs kümmert.

Der Weißspitzen-Riffhai ruht am Tage meistens in Riffhöhlen und -spalten.

Der Weißspitzen-Riffhai ruht am Tage meist in Riff- und Spalthöhlen.

Weißspitzen-Riffhai (Triaenodon obesus)

Weißspitzen-Riffhai Steckbrief

Systematik

  • ohne Rang: Haie (Selachii)
  • Überordnung: Galeomorphii
  • Ordnung: Grundhaie (Carcharhiniformes)
  • Familie: Requiemhaie (Carcharhinidae)
  • Gattung: Triaenodon
  • Art: Weißspitzen-Riffhai
  • Wissenschaftlicher Name der Art: Triaenodon obesus
  • Weißspitzen-Riffhaie erreichen Länge bis zu 2,10 m, durchschnittliche Länge von 1,4 bis 1,6 Meter.
  • Markant zur Erkennung beim Weißspitzen-Riffhai ist die auffallende weiße Spitze der 1. Rückenflosse sowie der obere Teil der Schwanzflosse. Die restlichen Flossen können weiße Spitzen aufweisen was nicht häufig vorkommt.
  • Die Kopfform der Haiart ist auffällig und läuft nicht nach vorn hin spitz zu, sondern ist gerade
  • Der Weißspitzen-Riffhai ist neben dem Grauen Riffhai und dem Schwarzspitzen-Riffhai eine der häufigsten Haiarten, die im tropischen Ozeanien vorkommen. Sie kommen auch im Roten Meer und im gesamten Indopazifik vor.
  • Die Haie sind nachtaktiv und verbringten zum großen Teil des Tages ruhend in Höhlen oder auf Sandböden.
  • Nahrung: Die Raubfische verzehren viele Fischarten z.B. Aale, Soldaten- und Husarenfische, Schnapper, Riffbarsche, Doktorfische, Papageifische, Drückerfische und Meerbarben. Sie machen auch Jagd auf Kopffüßern und Krebstieren wie Langusten und Krabben.

Haie: Steckbrief Blauhai

Foto1: ccBlacktip reef shark (Carcharhinus melanopterus) – von Brian Gratwicke
Foto2: ccWhite-Tipped Fin – von LASZLO ILYES