Schwarzmilan ein weltweit verbreiteter Greifvogel

Schwarzmilan

Der Schwarzmilan ist ein echter Zugvogel.

Der Schwarzmilan, der etwa so groß wie ein Wespenbussard ist, horstet gerne auf Bäumen in der Nähe von Gewässern. Mit den langen Flügeln und dem langen, leicht gegabelten Schwanz wirkt der Flug des Greifvogels eher schlaksig. Die Gabel des Vogels ist nicht sichtbar, wenn er aufgefächert ist. Schwarzmilane sind über vier Kontinente verteilt und sind wahrscheinlich die häufigsten Raubvögel weltweit. Die Vögel überwintern im tropischen, im südlichen Afrika und Europa. Die Ankunft der Zugvögel an den Brutplätzen erfolgt bei uns in der zweiten Märzhälfte. Der Abzug setzt schon im August ein und hält bis zum September an. Schwarzmilane sind gesellige Vögel, besonders beim Füttern oder Schlafen. Normalerweise bilden sich lose Gruppen, die auch in städtischen Gebieten ihr Brutgeschäft verrichten. Sieht man Schwarzmilane zahlreich, dann haben sie oft einen Tierkadaver aufgespürt.

Schwarzmilan Steckbrief

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Greifvögel (Accipitriformes)
  • Familie: Habichtartige (Accipitridae)
  • Gattung: Milane (Milvus)
  • Art: Schwarzmilan
  • Wissenschaftlicher Name: Milvus migrans
  • Der Schwarzmilan ist 58 cm groß und etwas kleiner als der Rotmilan. Die Flügelspannweite beträgt 120 bis 153 cm.
  • Das Gefieder ist überwiegend dunkelbraun. Nur Kopf, Nacken und Kehle sind heller, schmutzig weiß mit dunklen Schaftstrichen. Die Streifen befinden sich auch der hell rostbraunen Unterseite. Die Handschwingen sind schwarzbraun.
  • Das wenig größere Weibchen gleicht in der Färbung dem Männchen.
  • Ruf Schwarzmilan: Zur Brutzeit sehr lärmend. Ein dünnes, trillerndes und möwenartiges Schreien, dem manchmal ein Schnattern folgt.
  • Vorkommen: In Deutschland kommen die Greifvögel gewöhnlich in Nachbarschaft von Seen und Flüssen vor. Oft In bewaldetem oder mit einzelnen Bäumen bestandenem Gelände.
  • Nahrung: Schwarzmilane jagen gerne anderen Greifvögeln, einer Nebelkrähe oder einen Silberreiher ihr Beutetier ab.
  • Sie jagen Kleinsäuger, Amphien und Reptilien, die sie aus dem Streckenflug erspähen. Dann stürzen sie sich blitzschnell auf die Beute herab.
  • Regenwürmer und Insekten gehören ebenso auf ihren Speiseplan.

Fortpflanzung Schwarzmilan

  • Die Greifvögel brüten oft in der Nähe von den Kormoran, Grau- oder  Seidenreiher.
  • Ende März kommen die Vögel zu ihren Brutgebieten.
  • Die Nester bauen die Vögel einzeln oder zu mehreren Brutpaaren auf Bäumen. Am Horstbau sind Männchen und Weibchen beteiligt.
  • Das Gelege besteht meist aus 2 bis 3 Eiern, die rundlich und auf kalkweißem Grunde mehr oder weniger rotbraun gefleckt sind.
  • Die Brutzeit beträgt etwa 4 Wochen.
  • Schwarzmilane werden vom vierten bis fünften Jahr geschlechtsreif und suchen sich dann einen Partner.

Foto: russellstreet – cc