Der Schwarzbär hält eine Winterruhe ab

Schwarzbär

Schwarzbär – Foto von Chris Geirman

Der Amerikanische Schwarzbär (Ursus americanus) ist die kleinste und am weitesten verbreitete nordamerikanische Bärenart. Der Schwarzbär wird auch Baribal genannt. Er gilt als weniger gefährlich als der Grizzlybär. Unermüdlich wandern die Tiere durch die Wälder. Sie sind neugierig, intelligent und ewig hungrig. Ständig suchen Schwarzbären nach etwas Genießbarem. Die Tiere haben ein schlechtes Sehvermögen. Dafür können sie gut hören und mit ihrer guten Nase allerlei Leckerbissen aufspüren. Die Nahrung suchen sie zum großen Teil in der Nacht und in der Abend- und Morgendämmerung. Die Bären halten keinen ununterbrochenen Winterschlaf ab. Ab und zu wachen die Tiere bei milden Wintern oder in wärmeren Breiten auf und wandern umher. Die Körpertemperatur, Atmung und Puls bleiben fast normal.

Der amerikanische Schwärzbär war einst fast im gesamten Gebiet der heutigen USA verbreitet. Heute kommt er nur noch in abgelegenen Waldgebieten vor. Manchmal besuchen Schwarzbären bewohnte Gegenden, um dort die Abfalleimer zu durchwühlen. Wie die meisten Bären sind auch Schwarzbären Allesfresser.

Der Schwarzbär bewohnt ein weites Revier

Der Schwarzbär lebt in ausgedehnte Gebiete von den Wüstenbergen bis zum arktischen Kanada und vom Tiefland bis zum Nadelwaldgürtel der Berge. Unermüdlich ist das Tier auf Nahrungssuche, der Beeren sammelt und den Honig aus Bienenstöcken klaubt. Der Bär gräbt Wurzeln und Nagetiere aus, verspeist Eicheln, Nüsse und spürt Aas auf. Zu gegebener Zeit ziehen sich die fett gewordenen Bären zur Winterruhe zurück.

Steckbrief Amerikanischer Schwarzbär

Systematik

  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
  • Familie: Bären (Ursidae)
  • Unterfamilie: Ursinae
  • Gattung: Ursus
  • Art: Amerikanischer Schwarzbär
  • Wissenschaftlicher Name: Ursus americanus
  • Größe: Kopfrumpflänge von 1,5 bis 1,8 Metern, Schulterhöhe von bis zu 91 Zentimetern
  • Durchschnittliches Gewicht ca. 100 kg, die Männchen sind deutlich schwerer.
  • Das Fell ist überwiegend schwarz, in Richtung Westen hin eine hellere Fellfärbung.
  • Ein Schwarzbär erreicht Geschwindigkeit im Sprint von bis zu 60 km/h.
  • Ein Schwarzbär ist gefährlich und ein Angriff auf Menschen ist öfters vorgekommen. Im Allgemeinen gehen die Bären Menschen aus dem Weg.

Vorkommen

  • In großen Teilen von Nordamerika, fast ganz in Alaska und Kanada mit Ausnahme im äußersten Norden, im Kerngebiet der Vereinigten Staaten, in Mexiko in den Gebirgszügen Sierra Madre Oriental und Sierra Madre Occidental.

Nahrung

  • Beeren, Gräser, Nüsse, Früchte, Insekten, Lachse, Wildhonig, kleine Säugetiere und Aas.

Feinde

Fortpflanzung Schwarzbär

  • Die Bären paaren sich in der Regel in den Monaten von Juni bis Juli.
  • Nach der Paarung kommt es zu einer verzögerten Einnistung (Nidation), die befruchtete Eizelle bleibt für einige Zeit frei im Uterus.
  • Die Zeitdauer zwischen Paarung und Geburt beträgt rund 220 Tage. Die eigentliche Tragzeit beträgt nur 60 bis 70 Tage.
  • Meist kommen in Januar oder Februar 2 bis 3 Jungtiere zur Welt.
  • Mit 6 bis 8 Monaten werden die Jungtiere entwöhnt. Sie bleiben bis zum zweiten Frühling in Obhut der Mutter.