Der Schwarzbär

Schwarzbär

Schwarzbär

Der Amerikanische Schwarzbär (Ursus americanus) ist die kleinste und am weitesten verbreitete nordamerikanische Bärenart. Der Schwarzbär wird auch Baribal genannt. Er gilt als weniger gefährlich als der Grizzlybär. Unermüdlich wandern die Tiere durch die Wälder. Sie sind neugierig, intelligent und ewig hungrig. Ständig suchen Schwarzbären nach etwas Genießbarem. Die Tiere haben ein schlechtes Sehvermögen. Dafür können sie gut hören und mit ihrer guten Nase allerlei Leckerbissen aufspüren. Die Nahrung suchen sie zum großen Teil in der Nacht und in der Abend- und Morgendämmerung. Die Bären halten keinen ununterbrochenen Winterschlaf ab. Ab und zu wachen die Tiere bei milden Wintern oder in wärmeren Breiten auf und wandern umher. Die Körpertemperatur, Atmung und Puls bleiben fast normal.

Der amerikanische Schwärzbär war einst fast im gesamten Gebiet der heutigen USA verbreitet. Heute kommt er nur noch in abgelegenen Waldgebieten vor. Manchmal besuchen Schwarzbären bewohnte Gegenden, um dort die Abfalleimer zu durchwühlen. Wie die meisten Bären sind auch Schwarzbären Allesfresser.

Steckbrief Amerikanischer Schwarzbär

Systematik

  • Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
  • Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
  • Familie: Bären (Ursidae)
  • Unterfamilie: Ursinae
  • Gattung: Ursus
  • Art: Amerikanischer Schwarzbär
  • Wissenschaftlicher Name:Ursus americanus
  • Größe: Kopfrumpflänge von 1,5 bis 1,8 Metern, Schulterhöhe von bis zu 91 Zentimetern
  • Durchschnittliches Gewicht ca. 100 kg, die Männchen sind deutlich schwerer.
  • Das Fell ist überwiegend schwarz, in Richtung Westen hin eine hellere Fellfärbung.
  • Ein Schwarzbär erreicht Geschwindigkeit im Sprint von bis zu 60 km/h.
  • Ein Schwarzbär ist gefährlich und ein Angriff auf Menschen ist öfters vorgekommen. Im Allgemeinen gehen die Bären Menschen aus dem Weg.

Vorkommen

  • In großen Teilen von Nordamerika, fast ganz in Alaska und Kanada mit Ausnahme im äußersten Norden, im Kerngebiet der Vereinigten Staaten, in Mexiko in den Gebirgszügen Sierra Madre Oriental und Sierra Madre Occidental.

Nahrung

  • Beeren, Gräser, Nüsse, Früchte, Insekten, Lachse, Wildhonig, kleine Säugetiere und Aas.

Feinde

Fortpflanzung Schwarzbär

  • Die Tiere paaren sich in der Regel in den Monaten von Juni bis Juli.
  • Nach der Paarung kommt es zu einer verzögerten Einnistung (Nidation), die befruchtete Eizelle bleibt für einige Zeit frei im Uterus.
  • Die Zeitdauer zwischen Paarung und Geburt beträgt rund 220 Tage. Die eigentliche Tragzeit beträgt nur 60 bis 70 Tage.
  • Meist kommen in Januar oder Februar 2 bis 3 Jungtiere zur Welt.
  • Mit 6 bis 8 Monaten werden die Jungtiere entwöhnt. Sie bleiben bis zum zweiten Frühling in Obhut der Mutter.