Die Schlange

Schlange

Schlange

Die Schlange ist ein Reptil ohne Gliedmaßen und stammt wahrscheinlich von grabenden Reptilien ab. Die meisten Schlangen leben auf dem Boden oder in Bäumen. Die Tiere sind alle Räuber, die ihre Beute entweder durch Gift töten, dass sie durch ihre Giftzähne  injizieren. Andere Schlangen umschlingen ihre Beutetiere und würgen sie zu Tode. Etwa 20 Prozent der insgesamt der 2 700 Schlangenarten sind giftig. Manche Arten legen Eier in den Boden oder zwischen Pflanzen. Bei anderen Schlangen reifen die befruchteten Eier in ihren Körper heran, die dann lebend geboren werden. Im Lauf ihres Wachstums häutet sich eine Schlange regelmäßig.

Giftschlange

Die größte Giftschlange ist die Königskobra, die in Indien, Malaysia und China vorkommt. Die Schlange wird bis zu 5 Meter lang und ist sehr aggressiv. Nähert sich ein größeres Tier, richtet sich die Schlange auf und bedroht es mit ausgebreiteter Halskrause. Die Königskobra jagt und ernährt sich vornehmlich andere Schlangenarten. Die Giftzähne der Schlange sind speziell ausgebildete Werkzeuge, die mit einer Drüse verbunden sind, die Gift statt Speichel produzieren. Schlangenbeschwörer brechen der Schlange die Giftzähne aus, damit sie nicht gebissen werden.

Der Schwanz der Klapperschlange besteht aus trockenen, verhornten Segmenten, die als Warnung geschüttelt werden. Ist die Schlange aufgeregt kann das 50 bis 60 mal in einigen Sekunden und bis zu drei Stunden andauern. Die hohlen und nach vorn gerichteten Giftzähne spritzen Gift, wenn die Schlange auf ihr Opfer zuschießt. Die Klapperschlange muss sich vor einem Fuchs, Kojote, Rotschwanzbussard und sogar von anderen Schlangenarten in Acht nehmen.

Die Schwarze Mamba und die Grüne Mamba sind auch für Menschen sehr gefährlich. Die Schwarze Mamba ist nach der Königskobra die zweitlängste Giftschlange der Welt. Ihr Lebensraum ist in Süd- und Ostafrika im Süden der Sahara. Die Grüne Mamba hält sich fast vorwiegend auf Bäumen und Sträuchern in Regionen von Afrika auf. Für ihre Ernährung dienen vorwiegend Vögel und deren Eier.

Als gefährlichste Schlange der Welt wird der Taipan eingestuft, der in Australien lebt. Ein einziger Tropfen des Giftes reicht aus, um 100 Menschen den Tod zu bringen. Insgesamt leben etwa bis zu 25 Schlangenarten in Australien, die giftig sind. Der Taipan ernährt sich von Ratten und nimmt deren Erdlöcher oft als Behausung an. Der bevorzugte Lebensraum der Giftschlange ist das offene Grasland, trockene und feuchte Wälder sowie Zuckerrohrplantagen.

Würgeschlangen

Der Tigerpython und die Anakonda packen ihre Beute mit ihrem Maul und den nach hinten gerichteten Zähnen mit denen sie sicher ein Tier halten können. Dann winden sie ihren Körper um ihre Beute, würgen es zu Tode und verschlingen es in einem Stück. Flexible Gelenke in ihren Kiefern erlauben ihnen, auch größere Tiere zu verschlucken. Die ständig aus dem Maul von Schlangen und anderen Reptilien hervorschnellende Zunge bringt Luft mit einem Sinnesorgan in ihrem Gaumen in Berührung, dem sogenannten Jacobsonschen-Organ.

Schlangen in Deutschland

Schlangen wie die Kreuzotter überwintern oft zu mehreren zusammengerollt unter Steinen. Die zuckende Zunge der Schlange ist ein empfindliches Sinnesorgan, mit dem sie die Witterung der Beute aufnimmt. Die kleine bis mittelgroße Giftschlange, deren Kopf sich deutlich vom kräftigen Körper absetzt, hat häufig eine X- oder V-förmige Zeichnung. In Norddeutschland liebt das Tier als Lebensraum Moorgebiete und deren Randbereiche.

Eine ausgewachsene Ringelnatter erreicht eine Länge bis zu 120 Zentimeter. Mit ihren zwei halbmondförmigen Flecken am Hinterkopf macht die Schlange unverwechselbar. Die ungiftige und friedliche Ringelnatter ist für Menschen völlig ungefährlich. Die Tiere leben überwiegend  in Feuchtgebieten, an Gewässern mit Schilfgürteln, an Teichen und Flüssen.

Eine gute Schwimmerin ist die Würfelnatter, die einen kantigen, schmalen und spitzen Kopf besitzt. Die ungiftige Schlange kommt in Deutschland in den Flussbereichen von Mosel, Nahe und Lahn vor. Die Würfelnatter ist eng mit dem Wasser verbunden und durch Verluste ihrer Lebensräume in Deutschland vom Aussterben bedroht. Ab Oktober zieht sich das Tier an Land in frostfreie Verstecke zurück.

Foto von Aah-Yeah – cc