Schlammspringer (Periophthalmus)

Indischer Zwergschlammspringer (Periophthalmus novemradiatus)

Indischer Zwergschlammspringer (Periophthalmus novemradiatus)

Schlammspringer sind kleine Fische, die Mangrovenwälder und Brackwasserbereiche besiedeln. Sie leben teilweise auf weichem Sedimentboden, wandern hin und her und weiden Algen ab. Die Tiere sind eine amphibisch lebende Gattung von Fischen aus der Familie der Gobionellidae innerhalb der Grundelartigen (Gobiiformes). Die Bauchflossen des Schwemmland-Schlammspringers (Periophthalmus chrysospilos) bilden eine Art Saugnapf. Kommt die Flut, heften sich die Tiere an Stämme und Wurzeln fest. Der fleischfressende Schlosser-Schlammspringer (Periophthalmus schlosseri) bevorzugt den festen Schlammboden in der dicht bewachsenen Vegetationszone. Die Tiere können auf dem trocken gefallenden Boden der Mangrovensümpfe kriechen und springen.

Die Atmung der Schlammspringer

Schlammspringer sind Grundeln, die sich eine amphibische Lebensweise zugelegt haben. Die Tiere können auf dem trocken gefallenen feuchten Boden der Mangrovensümpfe sich kriechend und springend fortbewegen. Sie können sich regelmäßig längere Zeit außerhalb des Wassers aufhalten. Atemwasser wird mit den Deckel verschlossenen Kiemen mitgenommen. Der Wasservorrat wird immer wieder mit Luft versetzt. Die Atmung wird über Mund und Kiemenhöhle aufgenommen.

Steckbrief Schlammspringer

Systematik

  • Stachelflosser (Euacanthomorphacea)
  • Barschverwandte (Percomorphaceae)
  • Ordnung: Grundelartige (Gobiiformes)
  • Familie: Gobionellidae
  • Unterfamilie: Schlammspringerverwandte (Oxudercinae)
  • Gattung: Schlammspringer
  • Wissenschaftlicher Name: Periophthalmus

Merkmale

  • Schlammspringer erreichen eine Größe zwischen 5 bis 16,5 cm.
  • Der Körper ist langgestreckt, nach hinten seitlich leicht abgeflacht. Die Fische haben hochstehende Augen. Die stehen oben auf dem Kopf und können sich auf Gegenstände in unmittelbarer Nähe einstellen.
  • Mit den Brustflossen können sie sich hüpfend an Land fortbewegen.
  • Die Schwanzflosse ist unsymmetrisch und besitzt verdickte untere Flossenstrahlen.
  • Das Maul steht horizontal und verfügt über eine Zahnreihe in jedem Kiefer.

Vorkommen

In den Mangrovenwäldern und im Brackwasser von Ostafrika. Von Nordaustralien bis Samoa. Im nördlichen Teil von Korea und Japan. Die Art „Periophthalmus barbarus“ lebt an Westafrikas Küsten.

Nahrung

Sie fressen vorwiegend pflanzlichen Aufwuchs. Erbeuten Insekten und kleine Krebstiere. Die Tiere graben sich verzweigte Gänge in den Boden und pflanzen sich  in denen auch fort.

Verbreitung und Lebensraum Pfeilschwanzkrebse: Steckbrief Pfeilschwanzkrebs
Ziegenarten: Steckbrief Hausziege
Schwarzanglerfische: Steckbrief Tiefseeteufel