Saruskranich liebt vorzugsweise Sumpfgebiete

Saruskranich

Saruskranich

Der Saruskranich (Antigone antigone), der in den Feuchtgebieten des Gangestals großes Aufsehen und Schutz genießt, gilt bei den Indern als Symbol einer glücklichen Ehe. Das ist nicht verwunderlich, denn ein Kranichpaar hält das ganze Leben zusammen. Wenn sich die großen Kraniche paaren, vollführen sie ein kunstvolles Ritual und springen dabei in die Luft. Sie schlagen mit ihren Flügeln und verbeugen sich voreinander mit zurückgeworfenem Kopf und trompeten laut in den Himmel. So einen Hochzeitstanz in allen Variationen zu beobachten, bleibt für Naturliebhabern für immer ein unvergessliches Erlebnis.

Steckbrief Saruskranich

Systematik

  • Größe: Der Saruskranich hat eine durchschnittliche Körperlänge von 150 cm, das Gewicht beträgt 7 bis 8,5 kg. Die Männchen sind etwas größer als die Weibchen.
  • Die Stelzvögel haben ein einheitlich grau gefärbtes Federkleid. Nur die unbefiederte Haut am Kopf und am oberen Hals ist leuchtend rot. Die Lage der Ohren wird durch weiße Flecken an den Kopfseiten deutlich hervorgehoben. Die Geschlechter sind im Gefieder nicht zu unterscheiden. Saruskraniche haben eine Lebenserwartung von etwa 40 Jahren.
  • Vorkommen: Die Saruskraniche kommen über weite Teile Südostasiens von Pakistan bis Malaysia vor. Die Vögel leben in Feuchtwiesen und Feuchtgebieten.
  • Nahrung: Die Wasservögel ernähren sich von Insekten, Kleintieren, Wasserpflanzen und Sämereien.
  • Fortpflanzung: Im Frühjahr errichten die Watvögel im flachen Wasser der Sumpfgebiete ein einfaches Bodennest aus Zweigen, Ästen und Gräsern.
  • Ein Weibchen legt in der Regel zwei verhältnismäßig kleine Eier.
  • Die Brutzeit beträgt 31-34 Tage und beide Altvögel lösen sich beim Brüten ab.
  • Nach dem Schlüpfen sind die Küken Nestpflüchter und gleich am ersten Lebenstag streifen sie mit den Eltern umher.
  • Ab 9 bis 10 Wochen werden die Jungvögel flugfähig und selbstständig. Sie bleiben aber häufig bis zur nächsten Brutsaison bei den Elternvögeln und erreichen mit drei bis vier Jahren die Geschlechtsreife.
  • Bei Jungvögeln ist der Kopf und der obere Hals zunächst hell zimtbraun gefiedert. Das übrige Körpergefieder ähnelt dem der adulten Vögeln.

Foto: Lip Kee – CC BY-SA 2.0