Rotbauchunke und Gelbbauchunke

Die Männchen der Rotbauchunke besitzen innere Schallblasen.

Die Männchen der Rotbauchunke besitzen innere Schallblasen.

Rotbauchunke (Bombina bombina) und Gelbbauchunke (Bombina variegata) sind zwei heimische Unkenarten in Mitteleuropa.


Steckbrief Rotbauchunke
Systematik
– Klasse: Lurche (Amphibia)
– Ordnung: Froschlurche (Anura)
– Überfamilie: Discoglossoidea
– Familie: Bombinatoridae
– Gattung: Unken (Bombina)
– Art: Rotbauchunke
– Wissenschaftlicher Name: Bombina bombina

Paarungszeit: Rotbauchunken-Männchen ruft nach Weibchen.

Paarungszeit: Rotbauchunken-Männchen ruft nach Weibchen.

– Größe: Kopf-Rumpf-Länge 4,5 bis 5,5 cm
– die Oberseite ist hell- bis dunkelgrau oder grünlich mit flachen Warzen behaftet
– die Unterseite des Froschlurchs ist dunkelgrau bis schwarz gefärbt mit ein orange/rotes Fleckenmuster
– Stimme/Ruf der Rotbauchunke ist ein „uh uh uh“
– Vorkommen: Mittel- und Osteuropa
– Lebensraum: Gewässer mit üppiger Vegetation, Wiesen, Weiden, Flussauen
Fortpflanzung Rotbauchunke
– die Wanderung zu den Laichgewässern findet ab Mitte März statt
– ab April beginnen die Männchen nach den Weibchen zu rufen, die Fortpflanzungszeit liegt im Mai/Juni
– die Lurche paaren sich im Wasser
– das Weibchen legt zwischen 80 bis 300 Eier ins flache Wasser (Mindesttemperatur 12 Grad erforderlich) in kleinen Ballen an Pflanzen ab
– die Larven ernähren sich von organischen Aufwuchs (Algen und Bakterien), die an Steinen und Pflanzenstielen haften, später auch Insekten

Lurcharten: Teichmolch
Foto1 Rotbauchunke: cc - Bombina bombina (Fire-bellied Toad)- von Anders Zimny
 Foto2 cc - European fire-bellied toad / Klockgroda - von Jan Westerlund

Steckbrief Gelbbauchunke

Die Gelbbauchunke wird auch Bergunke genannt.

Die Gelbbauchunke wird auch Bergunke genannt.

Wissenschaftlicher Name: Bombina variegata
– Größe: 3,5 bis 5 cm
– die Oberseite der Gelbbauchunke ist graubraun gefärbt mit mit flachen Warzen bedeckt
– die Unterseite ist graublau bis schwarzblau gefärbt mit ein gelbes Fleckenmuster
– Lebensraum: Flache Tümpel, Kiesgruben, Bach- und Flussauen
– Vorkommen: In Mittel- und Südeuropa in Höhen bis zu 1800 Metern
– die Gelbbauchunke wurde im Jahr 2014 (von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde) zum Lurch des Jahres auserwählt
Fortpflanzung Gelbbauchunke
– im April beginnt die Fortpflanzungszeit
– die Weibchen heften bis zu 30 Eier in geringer Wassertiefe in lockeren Ballen an den Pflanzenteilen ab

Fischen auf Salmoniden: Bachforellen mit Gummiköder angeln

Foto Gelbbauchunke: cc – Bombina variegata – von Jean-Philippe Desvaux