Regenwurm (Lumbricus terrestris)

Regenwurm

Der Regenwurm ist ein nützliches Tier.

Regenwürmer spielen eine zentrale Rolle beim Recycling organischer Abfälle. An der Wiederaufbereitung der Zerfallstoffe haben die Tiere einen wichtigen Anteil. In den Wäldern der nördlichen gemäßigten Zone arbeitet unser heimischer Regenwurm den Boden auf mechanische Weise um, indem er sich durch das Erdreich frisst. Die Zahl der übrigen Bodentiere, die ähnlich vorgehen, halten den Boden in einem guten Zustand. Beim Graben nehmen Regenwümer Erde auf. Sie zerkleinert die und die darin befindlichen organischen Stoffe und verdauen einen Teil davon.

Ein Teil der ausgeschiedenen Erde wird auf der Oberfläche als kleiner Erdhaufen abgelagert. Regenwürmer ernähren sich auch von Laub, das sie in ihre Erdlöcher ziehen. Die Tiere mischen ständig die Erde auf und bringen Nährstoffe an die Oberfläche. Sie zerkleinern abgestorbenes Pflanzenmaterial, durchlüften mit ihren Gängen den Boden und verbessern damit auch die Drainage.

Regenwürmer haben viele Feinde: Der größte Feind ist der Maulwurf. Weiterhin sind die wehrlosen Tiere den Igel, Eule, Maus, Feuersalamander, Fuchs, Ringelnatter, Erdkröte und viele Vogelarten als Nahrung ausgeliefert.

Regenwurm Steckbrief

Systematik

  • Stamm: Ringelwürmer (Annelida)
  • Klasse: Gürtelwürmer (Clitellata)
  • Ordnung: Wenigborster (Oligochaeta)
  • Familie: Regenwürmer (Lumbricidae)
  • Gattung: Lumbricus
  • Art: Gemeiner Regenwurm
  • Wissenschaftlicher Name: Lumbricus terrestris
  • In Deutschland gibt es etwa 39 Regenwurmarten.
  • Der Gemeine Regenwurm wird auch Tauwurm genannt und ist der bekannteste unter unseren heimischen Arten. Er hat einen langgestreckt zylindrisch mit zugespitzten Vorder- und einen abgeflachten, stumpfen Hinterende. Er ist rötlich bis bräunlich gefärbt, der Rücken in der vorderen Hälfte ist dunkler.
  • Größe Gemeiner Regenwurm: Von 10 bis 15 Zentimeter und bis zu 1 cm dick.
  • Lebensraum: In den Böden von Wiesen, Gärten, Wäldern und Äckern.

Fortpflanzung

  • Ein Regenwurm ist gleichzeitig Männchen und Weibchen. Sie besitzen als Zwitter beidseitig weibliche als auch männliche Geschlechtsorgane. Feste Paarungszeiten gibt es nicht, sie bevorzugen den frühen Sommer und den Herbst bei günstigen Temperaturen. Sich paarende Tiere tauschen gegenseitig Sperma aus.
  • Die meisten Arten paaren sich in der Erde. Nur der Tauwurm paart sich auf der Bodenfläche.
  • Die Jungen schlüpfen je nach Nahrung und Temperatur nach etwa von einen halben bis zu einem Jahr aus Kokons.

Foto: Von Martin Grimm – cc