Raufußbussard (Buteo lagopus)

Der Rauhfußbussard

Der Rauhfußbussard stößt auf Beute hinab.

Der Raufußbussard ist ein Zugvogel. Seine Brutgebiete liegen in Nordeuropa (Norwegen, Schweden, Finnland) und überwiegend am nördlichen Polarkreis entlang des Eismeeres. Der Greifvogel überwintert in …

Mitteleuropa. Man kann ihn auch dann in Deutschland beobachten, wenn er in der Luft nach Mäusen rüttelt.

Raufußbussard Steckbrief

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Greifvögel (Accipitriformes)
    – Familie: Habichtartige (Accipitridae)
  • Gattung: Bussarde (Buteo)
  • Art: Raufußbussard
  • Größe von Schnabel bis Schwanzspitze von 51 bis 61 cm (Schwanz ca. 22 cm).
  • Der Raufußbussard unterscheidet sich zum Mäusebussard durch längere, schmalere Flügel. Er hat einen weißen Schwanz mit breiter dunkler Endbinde.
  • Eine Flügellänge bis zu 48 cm, Spannweite bis zu 1,5 Meter.
  • Die Unterseite und Unterflügel sind gewöhnlich mit viel weiß. Der Bauch ist dunkel. Der Kopf wirkt hell.
  • Der Greifvogel ist an den Beinen bis zum Grunde der Zehen weißlich befiedert.
  • Ruf , Stimme des Raufußbussards ist ein lang gezogenes  Pi-iii-äääh, der ein ähnliches Flugbild wie der Bussard hat.
  • Der Vogel rüttelt häufig mit langsamen Flügelschlägen in der Luft nach Beute.
Der Raufußbussard ernährt sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren.

Der Greifvogel ernährt sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren.

Vorkommen und Lebensraum

  • Der Greifvogel ist ein hochnordischer Bewohner.
  • Er lebt in offenen strauchlosen Ödland, Sümpfen und Berghänge.
  • Die Greifvögel bauen ihr Nest oft auf Felshängen. In der Tundra auch am Boden.
  • In Mitteleuropa hält sich der Raufußbussard nur im Winterhalbjahr auf.
  • Im Einzelfall übersommert der Raufußbussard in Norddeutschland, Baltikum und in Nordpolen.
  • Der Raufußbussard hat eine Lebenserwartung von etwa 20 Jahren.

Nahrung Raufußbussard

  • Die Hauptbeute der Vögel sind kleine Säugtiere wie Wühlmäuse, verschiedene Lemmingarten, mittelgroße Vögel wie Moorschneehühner, Präriehühner, Rebhühner, Reptilien, Amphibien.
  • Sie machen Jagd auf verschiedene Fischarten und Insekten. Hauptsächlich fangen sie Grillen und Heuschrecken. Der Raufußbussard frisst auch Aas.

Fortpflanzung Raufußbussard

  • Die Neststandorte der Raufußbussarde sind vielfältig.
  • Bevorzugt werden Felssimse, an Küsten auch auf Klippen, auf Bäumen in der Baumtundra in obersten Baumbereich.
  • In der offenen Tundra brütet die Greifvögel auch notgedrungen auf trockenem Boden mit Erhöhungen wegen einer guten Rundumsicht.
  • Die Nester sin im Durchmesser etwa 80 cm. Sie werden mit Astzweigen, Moosen, Gras und Tierhaaren gebaut.
  • Ein Gelege besteht im Normalfall aus drei bis vier Eiern. Bei Massen vorkommen von Beutetieren z.B. Lemminge legt das Weibchen auch bis zu 7 Eier.
  • Die Grundfarbe der frisch gelegten Eier (durchschnittlich Maße 57 x 45 mm) sind grünlich bis bläulich und wechseln später in ein schmutziges Weiß.
  • Je nach Witterung dauert die Brutzeit 30 bis 37 Tage, die in der Regel nicht vor Mitte Mai beginnt.
  • Zu Anfang der Brutzeit bringt das Männchen für das Weibchen die Nahrung heran.
  • Zum späteren Zeitpunkt jagen beide Elternteile und füttern die Jungen.
  • Die Jungvögel können mit ca. vier Wochen selbst die Beute zerteilen und stehen im Nest aufrecht.
  • Mit etwa 30 Tagen werden die ersten Flugübungen praktiziert. Ab 40 Tagen werden die Jungvögel flügge. Sie sind dann noch bis zu etwa vier Wochen von den Eltern abhängig.
  • Der Raufußbussard ist keine gefährdete Vogelart laut der Roten Liste der IUCN.

Foto1: cc毛足鵟Rough-legged Buzzard – Hiyashi Haka
Foto2: cc – Rough-legged Hawk – von Jon Nelson