Große Raubkatzen sind die schnellsten Tiere der Welt

Raubkatzen

Raubkatzen – Foto von Brianna Reak

Die größten Raubkatzen Asiens

Große Raubkatzen leben auch verstreut in den verschiedenen asiatischen Gebirgsregionen. Dazu gehören drei große Katzenarten. Das ist der Tiger, der Leopard und der Schneeleopard. Der Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica) ist die großte Raubkatze der Welt. Er wiegt mehr als 300 kg und wird, einschließlich des Schwanzes, fast 4 Meter lang. Ein Sibirischer Tiger ist blasser gefärbt als der Tiger in den südlicheren Breiten. Er trägt auch ein sehr viel dichteres Fell und war in Nordchina, in Korea, in der Manschurei und in Sibirien weit verbreitet. Die Raubkatzen scheinen Wälder mit dichtem Bodenbewuchs zu bevorzugen. Vermutlich können sich die vorwiegend nachtaktiven Tiger sich dann besser an Beutetiere heranschleichen.

Leopard

Leopard – Foto von Bibake Uppal

Wie der Tiger kommt auch der Leopard (Panthera pardus) teilweise in den Bergen vor. Er ist jedoch sehr viel weiter verbreitet und häufiger als der Tiger. Keine andere Großkatze scheint so anpassungsfähig zu sein wie der Leopard. Die Katze behauptet sich in vielen Gebieten, aus denen der Tiger längst verschwunden ist. Noch in vielen Gebirgslandschaften Asiens hat er bis heute überlebt.

Der Puma kann Säugetiere nahezu aller Größen erbeuten

Puma

Puma – Foto: Priscilla Du Preez

Über einen Meter lang wird der Puma (Puma concolor), der auch Silberlöwe und Berglöwe genannt wird. In der Färbung dieser Katze herrscht ein dunkles Gelbrot vor. Der Puma ist auch sehr weit verbreitet. Man findet das Raubtier in Südamerika, über die Landenge von Panama hinweg bis Mexiko und den Vereinigten Staaten. Baumreiche Gegenden zieht er dem freien Felde vor. Am meisten liebt das Raubtier den Waldsaum und die mit hohem Gras bewachsenen Ebenen. Bäume kann er mit einem Satz erspringen, wo er dann auf Beute lauert. Den Tag verschläft er im Geäst. Alle Bewegungen des Puma sind ebenso leicht wie kraftvoll. Er ist so gewandt, dass ihm alle kleineren Säuger zum Opfer fallen. Die einsam lebenden Tiere finden sich im März zur Brunstzeit zusammen. Nach dreimonatiger Tragzeit wirft das Weibchen bis zu drei gefleckte Junge, die nicht lange gehegt zu werden brauchen.

Der Schneeleopard

Schneeleopard

Schneeleopard – Foto Marc Feldmann – CC BY-NC 2.0

Im Gegensatz zu ihren Verwandten ist die asiatische Großkatze, der Schneeleopard (Panthera uncia), ein echtes Gebirgstier, das sonst nirgendwo vorkommt. Der Schneeleopard ist eines der schönsten Katzentiere der Welt. Er hat eine cremfarbene Brust und Unterseite. Sein dichtes graues Haarkleid ist mit schwarzen Rosetten übersät. Nur wenige haben diese großen Raubkatzen jemals zu Gesicht bekommen. Sie weichen Menschen aus und verlassen niemals ihre angestammte Hochgebirgsheimat. Die Tiere haben ein großes Verbreitungsgebiet, das sich von Hindukusch nach Osten über Tibet bis Szetschuan und im Nordosten über Pamir-Alai, Tien Schan bis zu den Sajan-Bergen erstreckt.