Der Quetzal ist ein Vogel der Bergnebelwälder

Quetzal

Quetzal-Vogel – Fotos von Zdeněk Macháček

Der Quetzal ist der Wappenvogel Guatemalas

Das Bergland von Costa Rica ist unzugängig, dort nimmt die Feuchtigkeit zu, die sich zu Wolken verdichten. Die Hänge und Gipfel werden davon eingehüllt und es entstehen ungestörte Nebelwälder. Hier lebt der Quetzal, ein farbenprächtiger Vogel, dessen rote und grüne Federn in den Kulturen der Maya und Azteken eine wichtige Rolle spielte. Der Vogel wurde als Glück bringender Göttervogel verehrt. Die langen Schmuckfedern dienten den Herschern als Kopfschmuck. Der heute seltene Quetzal ist im Gezweig des hohen Blätterdaches der Wälder schwer zu entdecken. Der Vogel hat außerdem eine leuchtend rote Brust und einen grün schillernden Rücken und Kopf und trägt eine gelbgrüne helmartige Haube. Die langschwänzigen Quetzals ernähren sich von Früchten und nisten vorzugsweise oft in selbstgezimmerten Höhlen. Die Höhle wird in einer bestimmten Maulbeerbaumart in einer Höhe von 4 bis 20 Meter über den Boden angelegt. Aber das Roden der Bergwälder durch das Abbrennen gefährdet den Bestand dieses kostbaren Vogels ernhaft. Die Hauptnahrung der Vögel sind Früchte und gelegentlich erbeuten sie auch Insekten, Frösche und Eidechsen.

Weitere Pflanzen- und Tierarten in Costa Rica

Es gibt in den Naturschutzgebieten von Costa Rica insgesamt etwa 2000 Pflanzen-, 320 Vogel- und 100 Säugetierarten. Zur letzten Gruppe gehören Jaguare, Pumas, Ozelots, ferner Tapire, Hirsche und Affen.

Steckbrief Quetzal

Quetzal Vogel

Quetzal

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Trogone (Trogoniformes)
  • Familie: Trogone (Trogonidae)
  • Gattung: Pharomachrus
  • Art: Quetzal
  • Wissenschaftlicher Name: Pharomachrus mocinno
  • Größe Quetzal von 35 bis 38 cm und Gewicht etwa 210 g. Die Schwanzfedern können eine Länge bis zu einem Meter erreichen.
  • Vorkommen Quetzal: In den feuchten Gebirgswäldern von Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua und Panama. Die Vögel sind durch Zerstörung ihres Lebensraums stark gefährdet.
  • Fortpflanzung: Die Paarungszeit und Brutsaison findet in den Monaten von März bis Juni statt und oft werden zwei Jahresbruten gesetzt. Die Bruthöhle ähnelt der einer Spechthöhle mit einer Tiefe von 35 bis 40 cm und Durchmesser von 10 bis 11 cm.
  • Beide Partner wechseln sich beim Brüten ab und versorgen auch die Küken mit Futter.