Die Qualle

Qualle

Qualle

Die Quallen sind Hohltiere, die zur Gruppe primitiver Tiere gehören, wie auch Seeanemonen, Korallen und Hydras. Die typischen Bauformen bei Hohltieren ist der schlauchförmige Polyp. Der ist zumeist festsitzend und mit einem Verdauungstrakt, der nur ein Ende hat, dem Mundfeld, das von Tentakeln umgeben ist. Die Meduse (Qualle) hat eine frei schwimmende Glocke mit Tentakeln.

Gefährliche Quallen

Die giftigste Qualle, die Seewespe gehört zu den Medusen, die aus einem einzigen Organismus besteht statt aus einer ganzen Kolonie. Die Tentakel, ein großer Teil der Oberfläche der Glocke und manchmal auch die Innenwand der Glocke sind mit Nesselkapseln bewaffnet. Die Berührung mit den Nesselkapseln kann in manchen Fällen den Tod bringen.

Die Portugiesische Galeere ist eigentlich eine ganze Kolonie von Polypen mit einer sich nicht ablösenden, gasgefüllten Meduse von etwa 30 Zentimeter Durchmesser, die den Rest der Kolonie trägt. Die anderen Polypen übernehmen das Fressen, die Fortpflanzung und Verteidigung. Die Polypen, die für das Fressen und Abwehren zuständig sind, bilden bis zu 12 Meter lange Fäden. Die Zellen sind mit speziellen Nesselkapseln behaftet.

Die Gelbe Haarqualle, die auch Feuerqualle genannt wird, ist für gesunde Menschen nicht gefährlich. Die Qualle lebt auch in der Nord- und Ostsee. Beim Schwimmen sollte man einen großen Bogen um das Tier herum machen. Bei Berührung mit den fast unsichtbaren Tentakeln, die mehrere Meter lang sein können, wird ein hautreizendes Nesselgift freigesetzt.

Ungefährliche Quallen

Urlauber an der Nord- und Ostsee ekeln sich vor Qualle. Die Ohrenqualle kommt dort am häufigsten vor, die nicht giftig ist. Die Qualle ist von der Strömung im freien Wasser der Meere abhängig. Im Spätsommer sieht man in der Ostsee an der Oberfläche kilometerlange Schwärme von Ohrenquallen treiben. Die Tiere ernähren sich von von mikroskopischen Plankton.

Die Rippenqualle bewohnt die Ostküste von Nordamerika. Für Menschen ist die Qualle nicht gefährlich. Mittlerweile kommt das walnussgroße Tier auch in der Nord- und Ostsee vor. Wahrscheinlich wurden Rippenquallen im Ballastwasser von Frachtschiffen eingeschleppt.

Eine Spiegeleiqualle ist auf keine Meeresströmung angewiesen, denn das Tier kann selbständig schwimmen. Kleine Fische suchen die Qualle auf und verstecken sich zwischen ihre Nesselfäden, wo sie vor Feinden sicher sind. Das Nesselgift der Qualle ist für Menschen harmlos. Die Spiegeleiqualle lebt im Mittelmeer auf hoher See und hält sich knapp unter der Wasseroberfläche auf.

Foto von Jeffrey Hamilton