Präriehunde (Cynomys)

Ein Schwarzschwanz-Präriehund muss immer Ausschau nach Feinden halten.

Ein Schwarzschwanz-Präriehund muss immer Ausschau nach Feinden halten.

Präriehunde sind eigentlich Nagetiere, die ihren Namen dadurch verdanken, dass sie bei einer Beunruhigung ein Hundebellen von sich geben. Diese Tiere bevölkern die nordamerikanische Graslandschaft in so genannten Präriehundstädten. Es gibt viele ….

Eingänge zu dem Labyrinth der unterirdischen Röhren und Kammern mit langen Straßen und Pfade, welche die Löcher miteinander verbinden. Präriehunde sind tagaktive Tiere und suchen nach Nahrung ausschließlich bei Tageslicht. Sie entfernen sich nie weit von ihrem schützenden Bau und bei einer möglichen Gefahr geben sie einen durchdringenden Pfeifton von sich. Alle Artgenossen flitzen dann zum schützenden Bau zurück.

Präriehunde sind mit Hunden gar nicht verwandt. Sie sind mit unseren Murmeltieren nahe verwandt und führen ein streng geordnetes Familienleben. Kehrt ein Mitglied von einem Ausflug zurück, wird es von den Verwandten untersucht und begrüßt. Einen Fremden kann es allerdings dabei schlecht ergehen. Präriehunde sind geschickte Bauherren unter der Erde.

Das gesellige Leben der Präriehunde in den landesweiten Untergrundstätten im Norden der Vereinigten Staaten fand rasch arge Bedrängnis, als Farmer herausfanden, dass 32 dieser Nagetiere ebenso viel verzehren als ein Schaf. Mit Strychnin wurden sie vergiftet, zu Millionen starben sie in ihren Bauten. Die Röhren führen zunächst steil in die Erde hinab und biegen dann bis zu sieben Meter in einen langen waagerechten Gang ab.

Steckbrief Präriehunde

Schwarzschwanz-Präriehunde leben in Kolonien, die einen halbjährigen Winterschlaf abhalten.

Schwarzschwanz-Präriehunde (Cynomys ludovicianus) leben in Kolonien, die einen halbjährigen Winterschlaf abhalten.

– Wissenschaftlicher Name: Cynomys
– Präriehunde sind eine nordamerikanische Gattung der Eichhörnchen (verwandt mit Zieseln und Murmeltiere), aus der Gattung gibt es fünf Arten den Schwarzschwanz-Präriehund (Cynomys ludovicianus), Mexikanischer Präriehund (Cynomys mexicanus),  Weißschwanz-Präriehund (Cynomys leucurus), Gunnisons Präriehund (Cynomys gunnisoni), Utah-Präriehund (Cynomys parvidens)
– Größe Präriehunde Kopf-Rumpf-Länge ca. 30 bis 35 cm, Gewicht ca. 800 bis 1400 g, Männchen sind ca. 10% größer und schwerer als Weibchen

Zwei verspielte Jungtiere.

Zwei verspielte Jungtiere.

– die Tiere haben einen plumpen Körper, kurze Beine und  kurzen Schwanz
– die Fellfarbe ist grau/braun, die obere Seite ist etwas dunkler als die Unterseite
– der Schwarzschwanz- und Mexikanische Präriehund hat einen Schwanz mit schwarzer Spitze, Weißschwanz-, Gunnison- und Utah-Präriehund haben eine weiße Schwanzspitze
– Präriehunde können in Gefangenschaft über 8 Jahre alt werden und halten keinen echten Winterschlaf ab
– Präriehunde ernähren sich von Gräsern und Kräutern, Wurzeln, Rinden und Blättern, auch Insekten, Schnecken und Würmern
Fortpflanzung Präriehunde
– die Paarungszeit findet zwischen Januar und April statt
– die Tragzeit beträgt ca. 35 Tage
– in einen Wurf können bis zu acht Jungtiere zur Welt kommen (Größe ca. 7 cm, Gewicht 15 g)
– die Jungen werden ca. 40 bis 50 Tage gesäugt und danach verlassen sie erstmals die Höhle
Feinde Präriehunde
Kojoten, Silberdachs, Schwarzfußiltis, Fuchs, Steinadler, Kanincheneulen, Klapperschlangen und Langschwanzwiesel

Kalmare: Steckbrief Humboldt-Kalmar
Jagdenten: Reiherente

  1. Foto Präriehund: ccSchwarzschwanz-Präriehund – von Alois Staudacher
    2. Foto. cc – Young Black-tailed Prairie Dogs (Cynomys ludovicianus), Montana, USA
    von Tho Tran
    3. Foto: cc – Sharing – von KGH of SF