Prärie ist eine Steppenlandschaft für viele Tiere

Prärie

Prärie – Foto: Rolf Neumann

Der fruchtbare Boden einer Prärie ist die Hauptursache dafür, dass so wenig von den ürsprünglichen Prärien übrig geblieben ist. Durch Ackerbau, Viehzucht, Sraßen- und Städtebau sind große Flächen der Prärie zum Opfer gefallen. Vom Menschen unberührte Prärien findet man kaum noch. Noch vor mehr als einem Jahrhundert waren die Prärien eine einzige Wildnis und die Heimat von etwa 60 Millionen Bisons (Büffel). Es war vielleicht die zahlenmäßig stärkste Ansammlung einer großen Säugetierart in historischen Zeiten. Eine Anpassung der Bisons an das Leben in der Prärie war ihre Fähigkeit der Winterkälte, dem Schnee und selbst den heftigsten Blizzards, die manchmal über die Steppenlandschaft hinwegfegten, erfolgreich zu widerstehen. Das die Prärie solche Riesenherden und Millionen anderer Tierarten tragen konnte, war ein überreiches Nahrungsangebot. Erst der Mensch hat das ökologische Gleichgewicht gestört.

Welche Tiere in der Prärie leben

Präriehunde sind keine gefährlichen Tiere

Schwarzschwanz-Präriehund – Foto: : cc – Von Alois Staudacher

Zwischen die pumpen Murmeltiere und die schlanken Ziesel schalten sich die Präriehunde Nordamerikas ein. Der Präriehund erhielt seinen Namen von den alten kanadischen Trappern wegen seiner bellenden Stimme. Die etwa 40 cm langen Tiere leben in ausgedehnten Siedlungen, die auf etwas vertieften mit schönem Rasenteppich angelegt sind. Vor dem Eingang der 5 bis 6 Meter voneinander entferten Bauen sieht man kleine aufgeworfene Erdhügel. Dorthin flüchten die Tiere sofort bei Annäherung des Menschen. Nach nicht so langer Zeit schauen die Köpfe der Kundschafter wieder aus den Bauten hervor und bellen, wenn die Luft wieder rein ist.

Truthühner leben gesellig

Truthühner

Truthahn – Foto: Von Hunter Desportes – cc

Ein wilder Truthahn erreicht ein Gewicht bis zu 18 kg und die Henne etwa 10 kg. Das Truthuhn (Meleagris gallopavo) ist das größte amerikanische Flugwild und ist in den wärmeren Gebieten Nordamerikas weit verbreitet. Die Hühner halten sich vorwiegend in bewaldeten Lebensräumen auf. Die frischgeschlüpften Küken sind sehr anfällig für Erkältungskrankheiten, wenn sie z.B. von einem sommerlichen Regenschauer durchnässt werden. Die Hühnervögel legen ihre Eier einfach in einer Mulde des Wald- oder Wiesenbodens ab. Dadurch sind das Gelege und die Küken dem gierigen Zugriff zahlloser Feinde ausgesetzt. Zu denen zählen unter anderen Waschbären, Stinktiere, Opossums, Schlangen, Krähen und Kojoten.

Klapperschlangen in der Prärie

Die drei bekanntesten Reptilien der Prärielandschaft sind die Westliche Klapperschlange (Crotalus viridis), die Bullennatter (Pituophis catenifer sayi) und die Schwarznatter (Coluber constrictor). Die Westliche Klapperschlange, die 1,50 Meter lang werden kann, benutzt Präriehundbehausungen als Winterquartier. Die Bullennatter, eine der größten nordamerikanischen Schlangenarten, erreicht eine Länge von fast 2,50 Meter. Wie die Klapperschlange stellt sie vor allem Nagetieren nach. Größere Beutetiere werden durch Umschlingen getötet, kleinere einfach verschlungen. Die Schwarznatter gehört mit einer Länge von mehr als 1,50 Meter ebenfalls zu den größten Schlangen. Im Unterschied zu den meisten anderen Schlangen hebt sie bei der Fortbewegung den Kopf hoch über den Boden.