Pfeifhasen sind meist tagaktiv und leben teilweise in Kolonien

Pfeifhasen

Pfeifhasen geben als Warn- und Erkennungssignal hohe Töne von sich.

Die meist tagaktiven Pfeifhasen (Ochotona) sind in Innerasien und Nordamerika zu Hause. Die Tiere haben kurze Ohren, kaum verlängerte Hinterbeine, einen unsichtbaren Schwanzstummel und im Gebiss oben auf jeder Seite nur zwei, (anstatt drei) hintere Backenzähne. Die oberen Nagezähne sind von beträchtlicher Breite und tief gerinnelt, die in zwei Spitzen geteilt werden; die unteren sind klein und ziemlich stark gekrümmt. Pfeifhasen werden auch Pikas genannt, die sich auch von den hoch gelegenen Steppen im Winter nicht abschrecken lassen. Durch ihre Behaarung der Zehenunterseiten wird das Einsinken im Schnee verhindert. Obwohl sie die nächsten Verwandten der Hasen sind, unterscheiden sie sich im Äußeren doch deutlich von ihnen und sind wesenlich kleiner. Die Körperlänge variiert von 13 bis 30 cm, im Durchschnitt etwa 20 cm.

Pfeifhasen Arten

Der Steppenpfeifhase ist am Tag sowie in der Nacht aktiv

Der Steppenpfeifhase (Ochotona pusilla) lebt im südlichen Russland bis zur Grenze der Volksrepublik China. Das nur 13 bis 15 cm lange Tier bewohnt Täler und geschützte Stellen des hügeligen Landes. Eine der bekannteren Arten ist der 25 cm lange Altai-Pfeifhase (Ochotona alpina). Er erinnert in Gestalt und Größe an das Meerschweinchen, doch ist der Kopf länger und schmäler und die Schnauze weniger stumpf. Der Körperbau ist gedrungen. Die mittelgroßen, eirunden Ohren sind auf den Außenseiten fast nackt. Der Pelz ist dicht und kurzhaarig, oben schwarz gesprengelt, an den Seiten rostrot, unterseits an den Beinen leicht ockergelb. Farbvariationen sind bei den Tieren häufig.

In kleinere, selbstgegrabene Höhlen und natürlichen Felsenritzen sind Behausungen der Pfeifhasen. Bei hellem Wetter liegen sie hier bis zum Sonnenuntergang versteckt und bei trübem Himmel sind dauernd aktiv. Sie halten keinen Winterschlaf, leben aber bei hohem Schnee meist unterirdisch. Für den Winter legen sie schon frühzeitig fleißig Heustapel an, die sie vor Regen zu schützen verstehen. Im übrigen besteht die Nahrung aus allerlei saftigen Pflanzen, trinken wenig und sind überhaupt genügsam und friedlich. Pfeifhasen erhielten ihren Namen von einer Art Pfeifen, das sie bei der Nahrungssuche allabendlich ertönen lassen. Diese Töne erinnern an den Ruf unseres Buntspechtes. Ein Weibchen bringt mehrmals im Jahr bis zu zwölf nackte Junge zur Welt.

  1. Foto: Von Íñigo Yvorra – CC BY-NC 2.0