Papageien gibt es in allen Farben

Papagei

Hellrote Ara (Ara macao) sind die größten Papageien der Welt.

Angehörige der Papageienordnung (Psittaciformes) findet man in allen tropischen Ländern. Zu ihnen zählen einige der farbenprächtigsten Vögel. Die Ordnung umfasst u.a. Kakadus, Nymphensittiche, Loris, Aras und Keilschwanzsittiche. Die Vögel haben große Köpfe, kurze Hälse, stark nach unten gebogene, hakenförmige Schnäbel und Kletterfüße. Der nachtaktive neuseeländische Kakapo ist der einzige unter den flugunfähigen Vögeln.

Die Kakadus, die eine eigene Unterfamilie bilden, verbringen mehr Zeit auf dem Boden als die Loris. Sie haben große Federhauben und meist kurze, fast quadratische Schwänze. Der Braunkopfkakadu (Calyptorhynchus lathami) ernährt sich fast ausschließlich von den Samen der Keulenbäume. Als schönster aller Kakadus gilt der etwa 40 Zentimeter große Inka-Kakadu (Cacatua leadbeateri), der zum oberseits schneeweißen und unterseits rosigen Gefieder eine herrliche quergestreifte Haube trägt. Aus Australien stammen schließlich auch so beliebte Stubenvögel wie der Wellensittich, der Nymphensittich, der Königssittich und der Singsittich. Neben den zahlreichen Papageien, die am meisten ins Auge fallen, besitzt Australien noch eine Fülle anderer prachtvollen Vogelarten. Den Eisvogel, Roller, Bienenfresser, Finken, Trupiale, Pittas, um nur wenige zu nennen.

Steckbrief Papageien

Systematik

  • Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
  • Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
  • Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Papageien
  • Wissenschaftlicher Name: Psittaciformes
  • Größe Papageien bis zu 100 Zentimeter, Gewicht etwa von 800 Gramm bis 1,2 kg.
  • Die tagaktiven Vögel haben ein buntes Gefieder und können ein Alter von 20 bis 80 Jahre erreichen.
  • Nahrung: Sämereien, Blätter, Obst, Gemüse, Blütennektar, Pilze und Insekten.
  • Lebensraum: Südamerika, Afrika, Australien und die pazifische Inselwelt.

Fortpflanzung

Alle Papageienarten legen runde, weiße glänzende Eier. Die meisten Arten nisten in Baumlöchern, doch graben einige australische Papageien ihre Nestlöcher in Termitenhügel. Argentinische graubrüstige Sittiche brüten in Kolonien, die sich in den Zweigen eines Baumes ein einziges großes Nest bauen und es von Jahr zu Jahr vergrößern, bis es zu groß wird und zerbricht.

  • Die Paarungszeit der Papageien ist von Dezember bis März.
  • Das Gelege umfasst 2 bis 4 Eier.
  • Die Brutzeit beträgt 21 bis 28 Tage.

Der Kea Papagei

Keas

Die Keas zählen zu den dämmerungsaktiven Vögeln, die neugierig, verspielt und schlau sind.

Im berühmten, großgebirgigen und vergletscherten Mount Cook National Park findet man waldbestandene Bergkämme und feuchte Matten. Im Südwesten der Südinsel herrscht Buchenmischwald vor, das feuchte Klima hat hier daneben eine reiche Vegetation entstehen lassen, die sich teilweise an die Steilklippen der Fjorde anklammern muss.

In diesen Wäldern kommen unter anderem Keas, Kakas, ferner Rosellasittiche und Kakadus vor, die aus Australien herübergekommen sind. Der neuseeländische Kea wurde zum Schädling, als man auf den Inseln Schafe einführte. Die Vögel lernten, auf lebenden Schafen zu landen, deren Rücken aufzureißen und das Fett um die Nieren der Tiere zu fressen.

Eine große Beliebtheit erfreut sich der Kiwi. Dieser seltsame langschnäblige, schwanzlose flugunfähige Vogel besiedelt bewaldete Gebiete bis in Höhen von mehr als 600 Metern. Den Tag verbringt der Vogel in Erdhöhlen inmitten dichter Vegetation. Am Abend wird er munter und sucht nach abgefallenen Früchten, Insekten, Larven und Würmern.

Vögel in Südamerika

Die Vogelwelt des Tropenwaldes ist von einer Vielfalt und Schönheit besetzt. So gibt es dort fast 3000 Vogelarten. Zu den ersten Gefiederten gehören wahrscheinlich die großen Aras oder Araras mit ihrer krächzenden Stimme und ihren herrlich gefärbten Federkleid. Der vorwiegend scharlachrote Arakanga, der blau gelbe Gelbbrustara oder Ararauna. Diese Papageien hocken oft stundenlang schwätzend auf den Bäumen oder fliegen mit schrillen Rufen über das Kronendach dahin.

Wie auch die mächtigen Aras leben auch die winzigen Kolibris ausschließlich in der Neuen Welt. Von den rund 320 Arten entfallen allein etwa 235 auf Südamerika. Es sind hochspezialisierte sehr aktive Flugkünstler, die wie fliegende Edelsteine in den tropischen Wäldern umherflitzen. Allen gemeinsam ist das in vielen Farben irisierende Federkleid und etliche Arten zeichnen sich durch ungewöhnliche Schnabelformen oder lang ausgezogene Schwanzfedern und aparte Federhauben aus. Ein ruhigeres Leben als die Kolibris führen die Tukane, die aber kaum weniger prachtvoll gefärbt sind. Sie bilden eine für den amerikanischen Tropenwald besonders charakteristische Vogelfamilie. Die baumbewohnende Vogelart ist an ihrem riesigen, aber federleichten bunten Schnabel sofort zu erkennen. An den Flussufern kann man zuweilen den Hoatzin von einem Strauch oder niedrigen Baum abstreichen sehen.

  1. Foto: cc – Roger Le Guen
  2. Foto: Von Bernard Spragg. NZ