Nilkrokodil liegt am Tag gerne in der Sonne

Nilkrokodil

Nilkrokodil

Das Nilkrokodil (Crocodylus niloticus) kommt nahezu in ganz Afrika vor, mit Ausnahme des trockenen Nordens. Am Tag über liegen die Krokodile meist am Ufer oder auf einer Sandbank. Dabei sperren sie oft ihren Rachen weit geöffnet auf. Sie müssen eine Körpertemperatur von 24 bis 27° C aufrechterhalten. Nilkrokodile sind ausgesprochen ortstreu und halten am ausgewählten Standort fest. Unterstützt durch den kräftigen Schwanz, ist das Nilkrokodil im Schwimmen und Tauchen sehr beweglich. Seine Jagdzeit ist in der Dämmerung bis in die frühen Morgenstunden hinein. Die Nahrung der Krokodile ist abwechslungsreich. An Tränken fallen den Echsen größere und kleinere Säugetiere sowie Vögel zum Opfer. Das Nilkrokodil erreicht eine durchschnittliche Länge von 4 bis 5 m. Es gehört damit zu den größten Reptilien der Welt.

Das Nilkrokodil ist gefährlich

Die Beutejagd geschieht unter Wasser. Gewöhnlich packt das Nilkrokodil mit der Schnauze ein Bein oder einen anderen Körperfortsatz des Beutetiers und dreht sich dann mit Hilfe einer Schwanzbewegung schnell um die eigene Längsachse. Die Zähne dienen lediglich zum Festhalten des Tieres, die nur durch die Drehbewegung ein Bein oder ein Fleischbrocken aus dem Körper gerissen wird. Einem Krokodil gelingt es aber kaum, ein lebendes Opfer auf dem Ufer zu erwischen. Die Panzerechsen sind für Menschen gefährlich. Es trifft zu, dass sie für den Tod vieler Menschen, vor allem Kinder, tödlich endeten, weil sie leichtsinnigerweise in den von Krokodilen bewohnten Flüssen badeten.

An Land ruht das Tier mit abgepreizten Beinen und lässt den Bauch auf den Boden sacken. Wenn es umherwandern oder ins Wasser zurückkehren will, muss es zunächst seinen schweren Körper anheben. Dabei muss es ständig die nach außen gebogenen Beine hochstemmen. Das ist eine viel mühsamere Form der Fortbewegung als die der Säugetiere, deren dünnere Säulenbeine senkrecht unter dem Rumpf aufgehängt sind. Im Wasser benutzen die großen Nilkrokodile den großen, seitlich abgeplatteten Schwanz als einziges Antriebsorgan: Die Beine werden dicht an den Körper angelegt. Wenn die Echsen unbeweglich treiben, bleiben sie im Gleichgewicht, indem sie die Beine als Stabilisatoren schräg nach unten abstellen.

Foto: Von David Clode