Muscheln ernähren sich von feinem Plankton

Schalen von verschiedenen Muschelarten.

Schalen von verschiedenen Muschelarten.

Muscheln (Bivalvia) wühlen sich mühelos in Schlamm- oder Schlickboden von Gewässern ein und durchfurchen den Untergrund. Die Tiere bewegen sich mit Hilfe ihres ausstülpbaren muskulösen Fußes langsam fort. Die Muscheln filtern aus ….

dem Wasser winzige organische Partikel, vor allem entnehmen sie einzellige Algen.

Wie Muscheln atmen

Wasser wird durch einen röhrenförmigen Sipho (Atemröhre) eingesogen, die darin enthaltenen Futterteilchen bleiben in den geschichteten Kiemen hängen und erfüllen eine doppelte Funktion, indem sie Sauerstoff als auch Nahrung entnehmen. Danach wird das verbrauchte Wasser durch einen kleineren Sipho wieder ausgeschieden. Die beiden Schalenhälften einer Muschel sind durch eine elastische Zone (Ligament) verbunden und werden durch das Zusammenziehen starker Muskeln geschlossen. Ein Muschelleben reicht von etwa einem Jahr bis mehr als 500 Jahre.

Muschelarten

Wenn Austern konzentrische Lagen von Aragonit, einer Form von Kalziumkarbonat, um Sandkörnchen bilden, die in den weichen Mantelgeweben eingelagert sind, entstehen glänzende Perlen.

Zu den Muscheln zählen auch einige essbare Arten, so etwa die Miesmuschel, die sich mit seidenartigen Fasern (Byssusfäden) an Felsvorsprünge hängt.

Klaffmuscheln verwenden ihren muskulösen Fuß, um sich im Sand einzugraben. Dann saugen sie mit Hilfe ihrer langen Schnorchel Wasser in ihre Kiemen.

Schiffsbohrmuscheln waren früher verantwortlich dafür, wenn aus Holz gebaute Schiffe sanken oder Holzdeiche geschwächt wurden. Heute verwendet man meist Beton und Stahl. Schiffsbohrmuscheln (Teredo) graben sich unter Wasser in Holz ein. Die gezahnten Muschelschalen, die den wurmartigen Körper nur zum Teil umschließen, werden wie ein Bohrer eingesetzt. Das Tier wird bis zu 30 Zentimeter lang und scheidet vom Mantel her eine kalkige Röhre ab, die dem Gang folgt.

Flussmuscheln

Flussmuscheln sind zur Verteidigung ihrer Nachkommenschaft auf Fische angewiesen. Die Eier reifen in den verdickten Fischkiemen. Die daraus hervorgehenden Larven gelangen durch den Ausströmsipho ins Wasser. Die Tierchen sehen aus wie Miniaturmuscheln, abgesehen von den Zähnchen, die ihren Schalenrand säubern. Schwimmt ein Fisch vorüber, schnappen sie mit ihren winzigen Schalen wild um sich und klammern sich an den Flossen fest. Sie dringen in das Gewebe ein und leben als Schmarotzer. Später fallen sie ab und führen ein Leben am Boden weiter.

Muscheln Steckbrief

Ein Schmuckkästchen verziert mit Muscheln.

Ein hübsches Schmuckkästchen verziert mit verschiedenen Muschelarten.

Systematik

  • Unterabteilung: Bilateria
  • ohne Rang: Urmünder (Protostomia)
  • Überstamm: Lophotrochozoen (Lophotrochozoa)
  • Stamm: Weichtiere (Mollusca)
  • Unterstamm: Schalenweichtiere (Conchifera)
  • Klasse: Muscheln
  • Wissenschaftlicher Name: Bivalvia
  • Die Muschel ist auf der ganzen Welt verbreitet und sie leben in Salz-, Brack- und Süßwasser. Sie leben festgewachsen oder frei liegend auf dem Meeresgrund, meist in einer Tiefe von 0 bis 100 m, selten bis 11.000 m.
  • Heute gibt es weltweit etwa 10.000 Arten von Muscheln.
  • In Deutschland sind sieben Arten von Großmuscheln vertreten. Die Große Teichmuschel oder Schwanenmuschel (Anodonta cygnea), die Flussperlmuschel  (Margaritifera margaritifera) und Flussmuscheln  (Unionidae). Alle Großmuscheln stehen unter Naturschutz.
  • Feinde Muscheln: Möwen, Fische und Krebse.
Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera)

Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera).

Haie: Steckbrief Sandbankhai
Hinweis: Spinnen

1. + 2. Foto: cc – Von Nicole Haase
3. Foto Flussperlmuschel: cc – david witherall