Die Muräne hat ein furchterregendes Ausehen

Muräne

Die Muräne sieht nicht freundlich aus. Sie greift im freien Wasser kaum an.

Die Muränen zählen zu den unheimlichsten und gefürchtetsten Räubern des Korallenriffs. Korallenatolle bilden sich rings um die Gipfel von Vulkanen, die langsam unter die Meeresoberfläche absinken. Korallenriffe dagegen wachsen am Rand von Kontinenten, die ebenfalls langsam absinken. Die räuberische Muräne lebt ausschließlich im Salzwasser. Gewöhnlich schwankt ihre Größe zwischen 1,25 bis 1,50 Meter, doch sind auch Exemplare von 3 Meter Länge bekannt geworden. Am Tag ruhen die Tiere in Riffspalten und lauern auf kleine Fische und andere Beutetiere, die der Zufall in ihre Nähe führt.

In der Nacht geht die Muräne zusammen mit dem Riffhai auf die Jagd. Die scharfen Zähne zeigen, wie gefährlich der Raubfisch ist. Muränen greifen zwar, soweit bekannt, von sich aus einen Menschen nicht an, aber schon mancher Taucher, der törichterweise versucht hat, eine Muräne aus ihrem Versteck hervorzuzerren, ist durch die kräftigen Bisse des Tiers an Händen und Armen über zugerichtet worden. Auch für gefährliche Haie ist das Korallenriff ein bevorzugtes Jagdrevier.

Riesenmuräne

Wird die Riesenmuräne in die Enge getrieben, schießt sie wie ein Torpedo aus ihrem Versteck hervor. Den unvorsichtigen Unterwassertouristen erwartet ein schmerzhafter Biss.

Steckbrief Muränen

Systematik

  • Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
  • Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
  • Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
  • Kohorte: Elopomorpha
  • Ordnung: Aalartige (Anguilliformes)
  • Familie: Muränen
  • Wissenschaftlicher Name: Muraenidae
  • Größe Muränen: Von 17 cm bis zu vier Meter. Das Gewicht beträgt bis zu 30 kg. Die Fische haben keine Giftzähne.
  • der Körper ist langgestreckt, besonders muskulös ist der Nacken.
  • Muränen besitzen keine Brust- und Bauchflossen. Sie schwimmen durch schnelle, schlängelnde Bewegungen im Wasser.
    Tigermuräne

    Kein Wunder, das Taucher vor einer Tigermuräne mit solch messerscharfen Zähnen eine Gänsehaut bekommen.

    Foto 3: Von Philippe Guillaume – cc

  • Die Haut der Tiere weisen verschiedene Farbvarianten auf.
  • Die Muräne kann nicht so gut sehen, dafür aber gut riechen um Beute aufzuspüren.
  • Das Blut einiger Muränen beinhaltet eine hohe Konzentration von Toxinen. Ein Biss der Fische kann Keime übertragen, die dem Menschen eine Wundheilung erheblich verlangsamen können.
  • Lebensraum Muränen: Das sind tropische und subtropische Meere und das Mittelmeer.
  • Feinde: Zackenbarsch, Barrakudas und Haie.
  • Fortpflanzung: Vom Fortpflanzungsverhalten der Fische ist bislang wenig bekannt. Bei der Balz richten sich die Muränen auf und umschlingen sich mit ihren Körper und reißen das Maul weit auf. Die Riesenmuräne (Gymnothorax javanicus) legt 200 000 bis 300 000 Eier ab mit einem Durchmesser von 5 mm. Die befruchteten Eier treiben in das Plankton. Mit einer Körperlänge von etwa 10 cm ziehen die Jungfische in schützende Riffspalten.
  1. Foto 1: Von prilfish – cc
  2. Foto: Von zsispeo – cc