Mittelmeer-Mönchsrobbe seltenstes Säugetier Europas

Mönchsrobben finden den Tod oft auch in Fischernetzen.

Die Bestände der heute streng geschützten Mittelmeer-Mönchsrobben haben in den letzten 50 Jahren gravierend abgenommen.Heute gibt es nur noch zwei nennenswerte Verbreitungsgebiete, indem die Mönchsrobben vorkommen. Das ist das östliche Mittelmeer (Ägäis), im Küstenstrich Nordwestafrikas, im Mittelmeer und im Atlantik. Die gesamte Anzahl der Tiere wird nur auf 400 bis 500 Exemplare geschätzt. Die Tiere sind akut vom Aussterben bedroht. Ursprünglich gab es Mittelmeer-Mönchsrobben in großer Anzahl. Die Robben besiedelten das Schwarze Meer und das  gesamte Mittelmeer. Im Atlantik von Portugal, Madeira, den Kanaren bis zum hin zum Senegal. Zu schaffen macht den Tieren auch der Klimawandel, die Überfischung und die Verschmutzung der Gewässer. Die Mittelmeer- Mönchsrobbe wird bei den Fischern als Konkurrent angesehen, die ihnen die Fische dezimiert.

Steckbrief Mittelmeer-Mönchsrobbe

  • Wissenschaftlicher Name: Monachus monachus
  • Überfamilie: Hundeartige (Canoidea), ohne Rang:    Robben (Pinnipedia), Familie: Hundsrobben (Phocidae), Tribus:Mönchsrobben (Monachini), Gattung: Monachus
  • Größe: Kopfrumpflänge durchschnittlich 2,40 Meter, Gewicht von 250 bis 300 kg.
  • Die Robben haben ein kurzes Fell mit unterschiedlichen Schattierungen, die farblich hellgrau bis dunkelbraun erscheinen. Die Bauchseite ist heller.
  • Die Mittelmeer-Mönchsrobbe hat eine doppelte Schwanzflosse. Die ist deutlich größer als von einem Seehund.
  • Nahrung: Die tagaktiven Robben jagen Fische, Krebse und Tintenfische.

Fortpflanzung Mittelmeer-Mönchsrobbe

  • Die Tragzeit der Weibchen beträgt etwa 11 Monate. Die Mutter bringt nur ein Jungtier zur Welt.
  • Die Geburten kommen das ganze Jahr über vor.  Schwerpunktmäßig kommt das Junge im September bis Oktober zur Welt.
  • Die Weibchen bringen ihre Jungen in Felshöhlen zur Welt,. Die Höhle ist nur unter Wasser zu erreichen.
  • Viele Jungtiere der Mittelmeer-Mönchsrobbe finden in den Geburtshöhlen den Tod durch Hochwasser oder Sturmfluten.

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1. Foto: von G.dallorto - CC BY-SA 2.5 it
 2. Foto: cc - monachus monachus - von Agnee