Meerkatzen sind eine vielseitige Tiergruppe

Meerkatzen

Meerkatzen sind vorwiegend baumbewohnende Primaten.

Die Meerkatzen gehören zu den schönsten Affen, die sich durch einen schlanken und langgliedrigen Körper auszeichnen. Sie sind gewandte Baumtiere, anmutige Kletterer und Springer. An ihrem kurzschnauzigen Kopf haben sie weite Backentaschen. Die Hände sind kurz, jedoch mit langem Daumen versehen. Ihre Gesäßschwielen sind nur mäßig groß, der lange Schwanz hat keine Endquaste. Die Primaten leben in Afrika südlich der Sahara und ihr Verbreitungsgebiet ersteckt sich von Gambia über den südlichen Sudan bis nach Südafrika. Man begegnet ihnen in der Regel dort, wo auch Papageien anzutreffen sind. Der Lebensraum der Meerkatzen sind von Flüssen durchzogene Urwälder. In denen leben sie gesellig auf Bäumen in größeren Familienverband von 20 bis 40 Tiere unter Führung eines alten erfahrenen Männchens.

Dieser Leitaffe beachtet ständig die Umgebung, benachrichtet und verständigt sich durch verschieden modulierte Töne mit den übrigen Familienmitgliedern. Die unterordnen sich dem Leittier und werden zuweilen durch Stöße und Bisse zurechtgewiesen. Die weiblichen Tiere tragen ihre Jungtiere am Bauch. Bevorzugt halten sie sich an Waldrändern in der Nähe bebauter Felder auf. Wenn der Leitaffe die Lage als sicher befunden hat, fallen sie in diese ein. Dies ist einer der wenigen Anlässe, das die Meerkatzen überhaupt sich auf den Boden begeben, um sich die Backentaschen mit Maiskörnern zu füllen. Weiterhin nehmen sie noch einige Maiskolben oder Früchte mit.

Nahrung Meerkatzen

Außer pflanzlicher Nahrung fressen die Meerkatzen auch kleine Tiere, wie Wirbellose und kleine Vogelarten. Manche Meerkatzenarten besiedeln sogar die Mangrovenbestände innerhalb der Flutgrenze der Küste. Nach dem Ablaufen des Wassers finden sie reichlich Nahrung von Krebsen und anderen Meerestieren. In der Regel gehen sie vormittags auf Nahrungssuche, wenn mit steigender Wärme ihre Lebhaftigkeit zunimmt. Mittags ruhen sie sich einige Stunden aus und gehen am Nachmittag noch einmal auf die Suche auch an Wasserstellen nach Nahrung. Danach  begeben sie sich schließlich zwischen Astgabeln eng aneinander geschlungen zur Ruhe. Von Zoos und Privatliebhabern werden die Meerkatzen wegen wegen ihrer guten Lernfähigkeit gern gehalten.

Fot: Von Saketh Upadhya