Mauswiesel (Mustela nivalis)

Das Mauswiesel und der Baummarder sind kleine gefährliche Raubtiere, die sich durch blitzschnelle Bewegungen, kühne Entschlossenheit und mit ihren spitzen Zähnen auszeichnen. Das kleinste Raubtier der Welt kann sich durch engste Öffnungen quetschen, um kleine Nagetiere in ihren Bauen aufzuspüren. Mauswiesel sind mit dem Hermelin eng verwandt, können gut schwimmen und klettern, die in allen Landschaften (Wiesen, Weiden, an Waldrändern) anzutreffen sind. Die Mauswiesel sind eine gefährdete Art, weil ihre Lebensräume zerstört werden.

Das kleine Mauswiesel hat einen hohen Bedarf an Beutetieren, so stehen Jungvögel, kleine Kaninchen, Mäuse, Maulwürfe, Insekten und Frösche auf seinen Speisezettel. Das possierliche kleine Raubtier ist auch in der Lage, unerschrocken eine größere Ratte anzugreifen und den Nager mit einem Kehlbiss zu töten. Das kleinste Raubsäugetier der Erde ist sehr scheu und trotz als überwiegend tagaktiver Jäger, bekommt man es selten zu Gesicht.

Welche Spuren macht ein Mauswiesel?

Am besten kann man die Spuren vom Mauswiesel im Schnee in der Winterlandschaft erkennen. Die zeichnen sich im Trittsiegel mit fünf Zehen aus (1 bis 1,5 cm lang und 1 cm breit), wobei die von Katzen nur vier Zehen im Abdruck aufweisen. Das Mauswiesel ist auch am ausscheidenden bräunlichen Kot zu identifizieren, der dünn und gedreht ist und mit einer länglichen Spitze ausläuft.

Kann man ein Mauswiesel als Haustier halten?

Fangen oder kaufen sollte man ein Mauswiesel nicht, um es als Haustier halten, denn es ist ein Wildtier und keine domestizierte Art wie z.B. ein Frettchen. Ein Mauswiesel bleibt wild, dass sich nicht zähmen lässt. Außerdem können sie einen Abwehrduft absondern, der sehr über riecht.

Steckbrief des Mauswiesel

  • das Mauswiesel wird auch Herrmännchen, Klein- oder Zwergwiesel genannt und ist eine Raubtierart aus der Familie der Marder (Mustelidae)
  • es ist eine heimische Art in Mitteleuropa
  • Wissenschaftlicher Name: Mustela nivalis
  • die Größe (Kopfrumpflänge) schwankt zwischen 11 und 26 cm, Schwanzlänge zwischen 2 und 8 cm, Gewicht zwischen 25 und 250 g
  • die Weibchen sind durchschnittlich kleiner als die Männchen
  • das Fell unterscheidet sich vom Hermelin durch eine gezackte Linie zwischen der braunen Oberseite und der weißen Unterseite, im Winter kann das Tier eine weiße Fellfärbung bekommen wie auch das Hermelin
  • das Mauswiesel hat braune Füße und einen braunen Schweif
  • Vorkommen: Wiesen, Waldränder, Brachland, Hecken, in Gebieten die landwirtschaftlich genutzt werden, in Scheunen, Schuppen, Hofstellen, Steinhaufen

Die Nahrung der Mauswiesel

Das Mauswiesel ist keine besonders gefährdete Tierart, sie sind sehr nützlich und vertilgen lästige Schädlinge. Die Nahrung der Mauswiesel besteht zum einen aus Kleinsäugern wie Mäuse und Maulwürfe die sie durch ihren schlanken Körperbau in deren unterirdischen Gängen jagen. Weiterhin jagen die Raubtiere Hasen, Kaninchen sowie Eidechsen und Vögel und fressen auch deren Eier. Sie jagen am Tag und in der Dämmerung.

Fortpflanzung Mauswiesel

  • die kleinen Raubtiere können sich das ganze Jahr über paaren, meistens im Frühjahr und Spätsommer (auch 2 Würfe im Jahr möglich)
  • die Tragzeit beträgt ca. 34 bis 37 Tage
  • der Durchschnittswurf liegt bei 5 Neugeborenen (Gewicht 1,5 g)
  • die Jungen werden blind geboren und können die Augen nach einem Monat öffnen, die Entwöhnung geschieht nach zwei Monaten
  • die Weibchen haben die einzige Aufgabe für die Aufzucht Jungen zu sorgen
  • die Jungen erreichen die Geschlechtsreife schon mit drei Monaten
  • Mauswiesel können ein maximales Alter von 3 bis 5 Jahren erreichen, in Gefangenschaft sogar bis zu ca. 9 Jahren

Marderart: Steckbrief Iltis
Gazellenarten: Thomsongazelle