Mauswiesel (Mustela nivalis)

Mauswiesel

Mauswiesel – Fotp: By Keven Law CC BY-SA 2.0

Das Mauswiesel ist ein gefährliches Raubtier, das sich durch blitzschnelle Bewegungen, kühne Entschlossenheit und durch seine spitzen Zähnen auszeichnet. Das kleinste Raubtier der Welt kann sich durch engste Öffnungen quetschen, um kleine Nagetiere in ihren Bauen aufzuspüren. Mauswiesel sind mit dem Hermelin und dem Baummarder eng verwandt. Die Tiere können gut schwimmen und klettern. Sie sind in allen Landschaften in Wiesen, Weiden und an Waldrändern anzutreffen. Die kleinen Raubtiere sind eine gefährdete Art, weil ihre Lebensräume zunehmend zerstört werden.

Das kleine Mauswiesel hat einen hohen Bedarf an Beutetieren. Es stehen Jungvögel, kleine Kaninchen, Mäuse, Maulwürfe, Insekten und Frösche auf ihren Speisezettel. Das possierliche kleine Raubtier ist auch in der Lage, unerschrocken eine größere Ratte anzugreifen, die mit einem Kehlbiss getötet wird. Das kleinste Raubsäugetier der Erde ist sehr scheu und trotz als überwiegend tagaktiver Jäger bekommt man es selten zu Gesicht.

Welche Spuren macht ein Mauswiesel?

Mauswiesel Spuren

Die Raubtiere hinterlassen Spuren, an denen man sie gut identifizieren kann. – By Ospi11 CC BY-SA 3.0

Am besten kann man die Spuren vom Mauswiesel im Schnee in der Winterlandschaft erkennen. Die zeichnen sich im Trittsiegel mit fünf Zehen aus (1 bis 1,5 cm lang und 1 cm breit), wobei die von Katzen nur vier Zehen im Abdruck aufweisen. Das Raubtier ist auch am ausscheidenden bräunlichen Kot zu identifizieren, der dünn und gedreht ist und mit einer länglichen Spitze ausläuft.

Kann man ein Mauswiesel als Haustier halten?

Fangen oder kaufen sollte man die Raubtierart nicht, um es als Haustier halten, denn es ist ein Wildtier und keine domestizierte Art wie ein Frettchen. Ein Mauswiesel bleibt wild, dass sich nicht zähmen lässt. Außerdem können sie einen Abwehrduft absondern, der sehr übel riecht.

Mauswiesel Steckbrief

Systematik

  • Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
  • ohne Rang: Marderverwandte (Musteloidea)
  • Familie: Marder (Mustelidae)
  • Unterfamilie: Mustelinae
  • Gattung: Mustela
  • Art: Mauswiesel
  • Wissenschaftlicher Name: Mustela nivalis
  • Das Mauswiesel wird auch Herrmännchen, Klein- oder Zwergwiesel genannt. Es ist eine heimische Art in Mitteleuropa.
  • Wissenschaftlicher Name: Mustela nivalis
  • Größe: Kopfrumpflänge schwankt von 11 bis 26 cm, Schwanzlänge 2 bis 8 cm, Gewicht von 25 bis 250 g.
  • Weibchen sind durchschnittlich kleiner als die Männchen.
  • Das Fell der Raubtiere unterscheidet sich vom Hermelin durch eine gezackte Linie zwischen der braunen Oberseite und der weißen Unterseite. Im Winter kann das Tier eine weiße Fellfärbung bekommen wie auch das Hermelin.
  • Die Tiere haben braune Füße und einen braunen Schweif.
  • Feinde: Wildkatze, Marder, Eulen, Luchs, Fuchs, Sperber, Habicht und Bussard.
  • Vorkommen: In Wiesen, Waldrändern, Brachland und Hecken. In Gebieten die landwirtschaftlich genutzt werden, in Scheunen, Schuppen, Hofstellen und Steinhaufen.

Nahrung

  • Mauswiesel sind sehr nützlich, da sie lästige Schädlinge vertilgen.
  • Die Nahrung der Tiere besteht zum einen aus Kleinsäugern wie Mäuse und Maulwürfe.
  • Die Beute wird in den unterirdischen Gängen gejagt, da sie einen schlanken Körperbau besitzen.
  • Weiterhin jagen die Raubtiere Hasen, Kaninchen sowie Eidechsen und Vögel und fressen auch deren Eier. Sie jagen am Tag und in der Dämmerung.

Fortpflanzung Mauswiesel

  • Die kleinen Raubtiere können sich das ganze Jahr über paaren. Das geschieht meist im Frühjahr und Spätsommer, zwei Würfe im Jahr sind möglich.
  • Tragzeit der Weibchen beträgt 34 bis 37 Tage.
  • Der durchschnittliche Wurf liegt bei 5 Neugeborenen mit einem Gewicht von 1,5 g.
  • Die Jungen werden blind geboren und können die Augen nach einem Monat öffnen. Die Entwöhnung geschieht nach zwei Monaten.
  • Die Weibchen haben die einzige Aufgabe für die Aufzucht Jungen zu sorgen.Jungtiere
  • Jungtiere erreichen die Geschlechtsreife schon mit etwa drei Monaten.
  • Mauswiesel können ein maximales Alter von 3 bis 5 Jahren erreichen. In Gefangenschaft sogar bis zu ca. 9 Jahren.

Siehe auch / unsere Lesetipps

Marderart: Steckbrief Iltis
Gazellenarten: Thomsongazelle
Unser Tier der Woche