Mauersegler sind hervorragende Flugkünstler

Mauersegler

Mauersegler

Die Mauersegler treffen sehr regelmäßig Ende April, Anfang Mai bei uns ein. Dann kann man die Turmschwalben, wie die Segler im Volksmunde wegen ihres schwalbenähnlichen Flugbildes oft genannt werden, gut beobachten. Mauersegler gehören aber verwandschaftlich nicht zu den Schwalben. Meist fliegen die Vögel in Gruppen in raschem Flug jagend und mit hellen „scrieh“-Rufen um die Häuser und Türme unserer Städte. Ihre Nester stehen im Mauerlöchern und Dachluken. Seltener findet man sie in alten Bäumen, Starenkästen, Felslöchern und Nestern von Mehrschwalben.

Die alten Vögel zeigen eine große Standorttreue, aus der sich auch eine mehrjährige Gattentreue entwickeln kann. Die Nester bestehen aus Anhäufungen von Halmen, Haaren und Federn. Das Material wird teils in der Luft gesammelt und auch teils im Anflug aus hochgelegenen Nestern von anderen Vögeln. Wie auch die anderen Segler hat der Mauersegler stark entwickelte Speicheldrüsen. Mit deren Sekret wird das Aneinanderkleben des Nistmaterials verwendet.

Steckbrief Mauersegler

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
  • Familie: Segler (Apodidae)
  • Gattung: Apus
  • Art: Mauersegler
  • Wissenschaftlicher Name: Apus apus
  • Die Körperform des Mauerseglers erinnert ein wenig an die Schwalbe.
  • Die Vögel ist jedoch grauschwarz gefärbt, mit weißer Kehle.
  • Der Segler haben lange, schmale Sichelflügel. Einen gegabelten Schwanz und einen kleinen Krummschnabel und kurze Beine.
  • Charakteristisch ist auch, dass alle vier Zehen nach vorn gerichtet sind. Mit ihren kräftigen Krallen finden die Segler auch auf glatten Mauersteinen Halt. Beide Geschlechter gleichen sich im Gefieder.
  • Mauersegler sind schnelle Flieger und können im Sturzflug bis zu 200 km/h erreichen.
  • Die Segler sind etwas Größer als die Mehl- und Rauchschwalben.
  • Zur Brutzeit fangen die Altvögel etwa bis zu 20.000 Insekten täglich, um ihre Jungen aufzuziehen.
  • Verbreitung: Die Vögel sind Langstreckenzieher, die in zwei Unterarten in Eurasien und Nordafrika vorkommen. Ihre Brutgebiete liegen südlich des 70. Breitengrades. Sie überwintern ausschließlich in Afrika südlich des Äquartors.

Fortpflanzung Mauersegler

Das Gelege der Vögel besteht gewöhnlich aus zwei bis drei rein weißen Eiern (Brutzeit von Mai bis September). Von beiden Altvögeln, vorzugsweise vom Weibchen, wird das Gelege 18 bis 25 Tage lang bebrütet. Die Jungen werden von beiden Elterteile mit Nahrungsballen gefüttert. Die bestehen mit aus der Luft gefangenen und eingespeichelten Insekten. Die Jungvögel bleiben etwa 6 Wochen lang im Nest. Sehr interessant ist das Verhalten der Segler beim Auftreten von Schlechtwetterperioden und bei Kälte. Oft werden dann frisch abgelegte Eier aus dem Nest geworfen. Bei Wetterbesserung werden Nachgelege bebrütet. Doch diese Jungen kommen nur selten noch zum Ausfliegen.

Foto: Von Thomas D. – CC BY-ND 2.0