Der Marabu Vogel gilt als hässlich

Marabu Vogel

Marabus lieben die Geselligkeit.

Der grotesk wirkende Marabu Vogel lebt nicht nur von Aas. Er stellt auch allen möglichen Kleintieren nach, die er mit seinem riesigen Schnabel packen kann. Die Marabus ruhen Nachts meist auf Bäumen, tagsüber kreisen sie in der Luft oder stehen auf dem Boden herum. Bodenvögel sind neben den baumlebenden Arten in den Savannen zahlreich vertreten. Von ihnen bekommt man am ehesten den Sekretär, die verschiedenen Perlhuhnarten, die Trappen und natürlich die Strauße zu Gesicht. Der große und ungewöhnlich aussehende Marabu hat einen charakteristischen nackten, roten Hals an dem noch ein nackter Hautsack hängt. ebenfalls sitzt noch ein kleinerer Hautsack im Nacken, die der Storchenvogel manchmal aufblasen kann.

Der große storchenartige Vogel hat hohle Beinknochen und auch hohle Zehenknochen, eine wichtige Anpassung für den Flug. Marabus werden von Grasbränden magisch angezogen. Flüchtende Kleintiere vor den Flammen werden von den Vögeln gefressen. Ein Marabu Vogel ist faul, der einen Großteil am Tag unbewegt im Stehen verbringt. Sie sind allerdings elegante Flieger, wenn sie sich in die Lüfte begeben. Marabus sind schon bis in Höhen von 4 000 Metern aufgestiegen und dann kaum zu erkennen.

Marabu Steckbrief

Marabu

Ein Marabu und ein Geier am Kadaver von einem Gnu.

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Schreitvögel (Ciconiiformes)
  • Familie: Störche (Ciconiidae)
  • Gattung: Marabus (Leptoptilos)
  • Art: Marabu
  • Wissenschaftlicher Name: Leptoptilos crumeniferus
  • Größe: Ein ausgewachsenes Männchen kann eine Körperlänge bis zu 1,5 Meter erreichen und ein Gewicht von mehr als 8 kg. Die Weibchen sind etwas kleiner. Die Flügelspannweite beträgt bis zu 3,00 Meter.
  • Der kräftige keilförmige Schnabel wird bis zu 35 cm lang, mit dem der Storchenvogel gut Fleischstücke aus einem Kadaver reißen kann.
  • Sein nackter Kopf weist den Marabu, wie auch die Geier, als Aasfresser aus, der sich leicht von Fleischresten und Blut reinigen lässt.
  • Vorkommen: In den Regionen von Afrika südlich der Sahara. In Gebieten von West- und Ostafrika (Äthiopien, Südsudan, Uganda über Tansania und Mosambik bis ins nördliche Südafrika und Namibia).
  • Nahrung Marabus: Außer Aas von Insekten, Heuschrecken, Küken von Flamingos, junge Krokodile, kleine Säuger, Fische und Amphibien.

Fortpflanzung

  • Die geselligen Marabus brüten in Brutkolonien, die eine enge und lebenslange Partnerschaft eingehen.
  • Ihre Nester bauen die Vögel auf Bäumen oder auf Felsklippen.
  • Die Brutzeit beträgt etwa 30 Tage und beide Elternpaare lösen sich beim Brüten ab.
  • Jungvögel werden von den Elternpaar von mehr als 4 Monate versorgt.

1. Foto: Derek Keats – cc
2. Foto: David Clode