Seeschlangen werden oft Opfer von Haien

Plättchen-Schlange

Die Plättchen-Schlange (Pelamis platurus) ist eine giftige Art.

Die Seeschlangen (Hydrophiinae) sind echte Reptilien und haben sich an das Leben im Meer angepasst. Die Nasenöffnungen der Schlangen sind mit Ventilkappen versehen, die sich schließen, wenn die Tiere untertauchen. Die Schuppen bei den landbewohnenden Schlangen sind im allgemeinen kräftig ausgebildet und erleichtern die Fortbewegung. Bei den Seeschlangen sind die Schuppen sehr klein oder fehlen völlig. Der Schwanz ist nicht spitz ausgezogen, sondern abgeplattet, was der Schlange beim Schwimmen zugute kommt. Die meisten Seeschlangen sind kleiner als 1 Meter, aber einige wenige Schlangenarten erreichen auch eine Länge von fast 3 Meter. Manche Tiere sind recht hübsch gezeichnet und meist geringelt. Am farbenprächtigsten ist die Plättchen-Schlange (Pelamis platurus) mit ihrem kräftig schwarzen Rücken und leuchtend gelben Bauch.

Vorkommen Seeschlangen

Insgesamt sind die Seeschlangen vorwiegend Küstenbewohner, die im ganzen Indischen und Pazifischen Ozean vorkommen. Vom Persischen Golf bis zum Gelben Meer und von Japan bis zum nördlichen Neuseeland. Die bunte Plättchen-Schlange ist jedoch im offenen Meer zu Hause. Man hat sie schon Hunderte von Kilometern vom Land entfernt umherschwimmen sehen. Diese Art ist von der Ostküste Afrikas über den gesamten Indopazifik bis zur Westküste Amerikas weit verbreitet. Kleine Heringe, Aale und Meeräschen sind die Hauptbeute dieser Reptilien. Sie weichen zwar den Menschen aus, aber werden aggressiv, wenn man sie belästigt. Sie verfolgen und attackieren sogar einen Störenfried. Taucher, die sich mit Seeschlangen eingelassen haben, mussten erleben, dass ein Tier scheinbar die Flucht ergreift, aber dann plötzlich kehrtmachte und Angriff. Viele Seeschlangen sind hoch giftig und ihr Gift wirkt schneller als das einer Kobra.

Foto: Von Aloaiza – CC BY 3.0