Maikäfer graben sich im Aril und Mai aus dem Boden

Maikäfer

Maikäfer

Der zahlreichste vorkommende Maikäfer in Mitteleuropa ist der Feldmaikäfer (Melolontha melolontha), der zur Familie der Blatthornkäfer zählt. Im Monat Mai hängen die braunen Maikäfer manchmal dicht an dicht in den Astblättern von Bäumen. Bei windigem Wetter fallen dann mal Käfer herunter und landen meist auf dem Rücken auf dem Erdboden. Es dauert dann eine gewisse Zeit bis sich ein Käfer wieder auf die Beine umgedreht hat. Nach ein paar Sekunden beginnt der Maikäfer dann mit den Flügeln zu pumpen, um sich schwerfällig in die Luft zu begeben. In manchen Jahren treten die Käfer in großer Zahl auf. Die Maikäferlarven dienen als Nahrung vieler Tierarten, wie z.B. für Wespen, Vögel, Mäuse, Maulwürfe und Igel.

Wie ist die Entwicklung der Maikäfer?

Maikäfer Engerlinge

Maikäfer Engerlinge

Ist ein Maikäfer-Weibchen begattet worden, legt es in mehreren Etappen ihre Eier in lockerer Erde ab. Die Feldmaikäfer legen die befruchteten Eier im Erdreich in offenes Gelände ab, die Waldmaikäfer dagegen tätigen die Eiablage am Boden, immer in der Nähe von den Bäumen, wo sie sich satt gefressen haben. Aus den Eiern entwickeln sich bis zu fünf Zentimeter lange Maikäferlarven (Engerlinge), die bis zur Entwicklung zum vollständigen Käfer meist vier Jahre benötigen und sich von Pflanzenwurzeln ernähren.

In den Herbstmonaten des letzten Jahres reifen Engerlinge zum fertigen Jungkäfer heran, die bis zu einem Meter tief den Winter über im Boden verbleiben und krabbeln dann so ca. Ende April aus dem Erdreich heraus. Die Lebensdauer eines Maikäfers beträgt etwa 6 Wochen, dann haben sie auch wieder erfolgreich die nächste Generation gesetzt. Maikäfer sind für Menschen nicht gefährlich, da sie nicht giftig sind.

Was ist der Unterschied vom Maikäfer zum Junikäfer?

Der Maikäfer und Junikäfer sind eng verwandt, nur das der Junikäfer halb so groß ist. Bei Gartenbesitzer ist der Junikäfer nicht beliebt, weil er oft in den Sommermonaten massenhaft auftreten kann und dann die Blüten und Blätter von den Pflanzen kahl fressen kann. Die 1,5 bis 1, 8 Zentimeter großen Junikäfer sind in den Monaten von Juni bis August aktiv.

Steckbrief Maikäfer

  • Wissenschaftlicher Name Feldmaikäfer: Melolontha melolontha
  • die Maikäfer, Größe ca. 2 bis 3 cm, haben einen bräunlich gefärbten Rücken, die Seiten sind schwarz/weiß im Zickzack-Muster, die Käfer haben kurze Beine und am Kopf Fühler
  • als Engerling lebt der Maikäfer im Boden, er ist nicht beliebt, weil er als Larve im Erdreich die Wurzeln von Pflanzen und Getreide als Nahrung benötigt und die Pflanzen absterben lässt
  • als fertig entwickelter Maikäfer lebt er in Laubwäldern und ernährt sich von Blättern (sie bevorzugen Eichen, Obstbäume, Weiden, Ahorn oder Buchen)
  • ein ausgewachsener Maikäfer erreicht ein Alter von 4  bis 6 Wochen

Fortpflanzung der Maikäfer

  • ca. zwei Wochen nach der Paarung legt das Weibchen 20 bis 30 Eier in die Erde ab (ca. 40 cm tief unter einem Laubbaum) und stirbt danach, nach vier bis fünf Wochen schlüpfen die Larven (Engerlinge) aus
  • nach ca. drei bis 4 Jahren wachsen die Larven zu Maikäfern heran
  • seinen Namen hat der Maikäfer bekommen, weil er im Monat Mai ausgewachsen aus dem Boden heraus kriecht

Die Fressfeinde der Maikäfer

  • Fledermäuse
  • Rabenkrähen
  • Elstern,
  • Eichelhäher
  • Eulen
  • Turmfalke
  • Wildschweine
  • Spitzmäuse
  • Igel
  • Iltis
  • Spinnen

Lesetipp

Unser Tier der Woche

Foto1: By Enrico Mevius CC BY 3.0
Foto2: cc - Maikäfer-Larve - fzurell